Venezuela / Soziales

Welternährungsorganisation benennt Programm nach Hugo Chávez

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Logo der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)
Logo der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO)

Havanna. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat ihr neues Programm zur Bekämpfung des Hungers nach dem ehemaligen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez benannt. Dies gab der Direktor der FAO für Lateinamerika und die Karibik, Raúl Benítez, gegenüber dem Fernsehsender Telesur bekannt.

"Dies ist die beste Weise, einen Mann zu ehren, der ein Visionär in diesem Bereich war. Er war dem Rest der Führungspersönlichkeiten auf der Welt um zehn Jahre voraus", sagte Benítez. Deshalb werde das neue Programm, das den Zugang der ärmsten Bevölkerungsschichten zu Nahrungsmitteln verbessern will, den Namen "Hugo Chávez Frías" tragen.

Der UN-Funktionär hob hervor, niemals zuvor seien auf der Welt so viele Nahrungsmittel produziert worden. Trotzdem gebe es etwa in Lateinamerika und der Karibik nach wie vor 47 Millionen Menschen, die an Hunger leiden. "Das Problem ist nicht die Nahrungsmittelproduktion, sondern der Zugang zu ihnen", so Benítez. Gleichzeitig betonte er, Lateinamerika sei die Weltregion, die in den vergangenen Jahren die größten Fortschritte in der Bekämpfung von Hunger und Unterernährung vorzuweisen habe. Nach Angaben von Benítez hält es die FAO für realistisch, das Problem des Hungers in der Region bis 2025 zu überwinden.

Eine wichtige Rolle spielen dabei laut der Welternährungsorganisation die multilateralen Organismen wie die Union südamerikanischer Nationen (Unasur), der Gemeinsame Markt des Südens (Mercosur), die Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) sowie Petrocaribe und Caricom. Hugo Chávez, von 1999 bis 2013 Präsident Venezuelas, war an der Gründung und Stärkung mehrerer dieser Organisationen maßgeblich beteiligt.

Die Ehrung Chávez' durch die FAO ist insofern nicht überraschend, als die Welternährungsorganisation bereits im vergangenen Jahr Venezuela für seine Politik der Hunger- und Armutsbekämpfung ausgezeichnet hatte. Das Land hat die diesbezüglichen Milleniumsziele der UNO bereits zwei Jahre vor Ablauf der Frist im Jahr 2015 erreicht. So hat Venezuela den Anteil der unterernährten Personen von 13,5 Prozent im Jahr 1990 auf unter 5 Prozent gesenkt und die Zahl der Hungernden von 2,7 Millionen auf weniger als 1,3 Millionen Menschen halbiert.

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