Vorschlag für umfassende Agrarreform in Honduras

rafael_via_campesina.jpg

Der Abgeordnete der Partei LIBRE und Vorsitzende von Via Campesina in Zentralamerika, Rafael Alegría
Der Abgeordnete der Partei LIBRE und Vorsitzende von Via Campesina in Zentralamerika, Rafael Alegría

Tegucigalpa. Der Abgeordnete der Partei LIBRE und Vorsitzende von Via Campesina in Zentralamerika, Rafael Alegría, hat unlängst im honduranischen Kongress einen Vorschlag für eine Agrarreform vorgelegt. Der Gesetzentwurf wird von honduranischen Bauernorganisationen unterstützt und wurde gemeinsam mit diesen ausgearbeitet. Die Reform soll die ländliche Entwicklung und den Agrarsektors stärken, die Ernährungssouveränität garantieren und die Forderungen landloser Familien nachkommen. Bauernorganisationen in Honduras setzen sich bereits seit Jahren für eine Reform des Agrargesetzes ein. Laut Alegria finde ein Dialog mit den anderen im Kongress vertretenen Parteien statt, diese zeigen Interesse an einer Agrarreform.

Auf Druck von Landlosen und Kleinbauernorganisationen wurde in Honduras 1972 eine Agrarreform eingeleitet, welche die Landverteilung von 600.000 Hektar Land an Kleinbauernfamilien vorsah. Dies wurde allerdings nur teilweise umgesetzt und die Strukturanpassungsmaßnahmen der 1990er Jahre sowie das Gesetz zur Modernisierung des Agrarsektors machten die Errungenschaften wieder zunichte. Laut Via Campesina haben in Honduras über 300.000 Kleinbauernfamilien keinen Zugang zu Land. Mehr als die Hälfte der vier Millionen Kleinbauern leben in absoluter Armut.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr