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25.02.2015 Ecuador / Soziales

Regierung in Ecuador verstärkt Kampf gegen Müttersterblichkeit

Präsident Correa bei der wöchentlichen Informationssendung seiner Regierung, "Enlace Ciudadano" am 21. Februar in Santa Clara

Präsident Correa bei der wöchentlichen Informationssendung seiner Regierung, "Enlace Ciudadano" am 21. Februar in Santa Clara

Quelle: flickr.com

Quito. Ecuadors Präsident Rafael Correa hat ein neues Programm zur Bekämpfung der Müttersterblichkeit vorgestellt. Die notwendigen finanziellen Mittel sollen zum Teil aus der Herabsetzung der Einkommen von Beschäftigten im öffentlichen Sektor kommen, die mehr als 6.000 US-Dollar verdienen. Dies gab Correa bei der wöchentlichen Informationssendung seiner Regierung, "Enlace Ciudadano", am 21. Februar in Santa Clara bekannt.

Für die Umsetzung des Zieles sieht die Regierung den Ausbau von Krankenhäusern, die Einstellung von Personal, eine Aufklärungskampagne sowie die Verbesserung der Datenlage vor. Im vergangenen Jahr lag die Müttersterblichkeit in Ecuador bei mindestens 160 Frauen. Angestrebt ist eine Reduzierung um 10 bis 15 Prozent. Geplant ist die Einstellung von 2.187 Fachkräften für Geburtsvorsorge und Geburtshilfe. Besonders in ländlichen Gebieten gibt es eine Unterversorgung mit Fachkräften und Gesundheitseinrichtungen.

Das Programm kostet 42 Millionen US-Dollar. Zur Finanzierung sollen die Gehaltskürzungen für Mitarbeiter mit hohem Einkommen 21 Millionen US-Dollar beitragen. Dazu zählen die Gehälter des Präsidenten und des Vizepräsidenten, der Minister sowie der Mitglieder des Beirats für die Bürgerbeteiligung. Damit will die ecuadorianische Regierung ein weiteres sogenanntes UN-Milleniumsziel erreichen. Andere Milleniumsziele, wie die Bekämpfung der Armut und des Analphabetismus, hat Ecuador bereits erreicht. Zwischen 2007 und 2014 konnte die Anzahl der Armen um 1,5 Millionen Personen verringert werden.

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