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In den USA wird für Kontakte mit Kuba gerüstet

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NED rüstet sich für "Freiheit" in Kuba

Washington. US-amerikanische Institutionen, die im Bereich der Außenpolitik und Entwicklungshilfe zum Einsatz kommen, bereiten sich auf eine intensivere Arbeit in Kuba vor. Darunter sind zwei, die in Kuba bislang nur verdeckt und durch Unterauftragnehmer mit dem Ziel aktiv waren, in dem sozialistischen Inselstaat einen "Regime change" zu initiieren respektive zu unterstützen. Beide haben derzeit dringende Stellenausschreibungen veröffentlicht.

So sucht die National Endowment for Democracy (NED) einen Programmreferenten für Kuba, der Besuche vor Ort durchzuführen hätte, um zum Beispiel die Arbeit der in Kuba geförderten Stipendiaten zu überwachen. Erforderlich seien Sprachkenntnisse in Spanisch, ein Master-Abschluss und mindestens fünf Jahre der "Arbeit in der Demokratieförderung" , allgemeines Verständnis von "geschlossenen Gesellschaften" und Fragen der Zivilgesellschaft, die Vertrautheit mit zivilgesellschaftlichen Netzwerken und einzelnen Aktivisten in Kuba und in der Region, die Bereitschaft und Zeit zum Wohnen, Arbeiten oder Reisen in Lateinamerika sowie schließlich hervorragende zwischenmenschliche Fähigkeiten.

Die NED wird vom US-Kongress finanziert, ist jedoch eine private und gemeinnützige Stiftung. Ihr offizielles Ziel ist die Durchsetzung von Demokratie in der ganzen Welt. Die Aufgaben der Kuba-Programm-Referenten wären die Beobachtung politischer Entwicklungen und der wichtigsten Akteure in Kuba und den Rest von Lateinamerika und der Karibik, insofern sie Kuba betreffen; Aufbau und Pflege von Beziehungen mit gleichgesinnten Organisationen, einschließlich anderer Geber und regionaler Organisationen; Organisation und Teilnahme an Veranstaltungen zu bestimmten Demokratiefragen in Bezug auf Kuba.

Die zweite Institution, die ebenfalls dringend Personal für Kuba sucht, ist die Behörde des US-Außenministeriums für internationale Entwicklung, USaid. Gesucht werden mehrere Projektmanager für Kuba-Programme. Die Gehälter betragen zwischen 90.823 und 139.523 US-Dollar jährlich. Die Aufgabenbereiche ähneln denjenigen des NED und beeinhalten zusätzlich Jugendprogramme, Sozialkapital und Förderung der kommunalen Entwicklung sowie Menschenrechte, "insbesondere in geschlossenen Gesellschaften". Angeboten werden zweijährige Verträge mit der Möglichkeit von bis zu drei einjährigen Verlängerungen.

Indes nehmen offizielle Kontakte zwischen Kuba und den USA zu. Eine bilaterale Kommission hat planungsgemäß ihre Arbeit aufgenommen, Abgeordnete und Senatoren ergründen Austausch- und Handlungsmöglichkeiten, Besuchergruppen und Unternehmer aus den USA sondieren Geschäftsmöglichkeiten, eine Bankvertretung wurde bereits eröffnet, Flugverbindungen und Schiffsverbindungen werden verhandelt.

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