Mehr Schutz für bedrohte Journalisten in Mexiko

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Judith Calderón(Bildmitte) mit dem Schlüssel, rechts neben ihr der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Mancera
Judith Calderón(Bildmitte) mit dem Schlüssel, rechts neben ihr der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Mancera

Mexiko-Stadt. Der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, Miguel Ángel Mancera Espinosa, überreichte in einem symbolischen Akt die Schlüssel an die Initiative "Haus der Rechte von Journalisten". Diese hat sich zum Ziel gesetzt, Obdach für Medienschaffende zu bieten, die verfolgt oder bedroht werden und auf der Suche nach Schutz aus anderen Landesteilen Mexikos in die Hauptstadt kommen.

Gemeinsam mit der Innenministerin von Mexiko-Stadt, Patricia Mercado Castro und der Arbeitsministerin Amalia García Medina, bekräftigte der Regierungschef seine Verpflichtung für die Sicherheit und das Leben der mexikanischen Journalisten.

Im Rahmen des Tages der Pressefreiheit und in Anwesenheit von Judith Calderón Gómez, der Vorsitzenden des "Hauses der Rechte von Journalisten" sowie weiterer Vorstandsmitglieder dieser Initiative verkündete Mancera zudem die Schaffung einer Arbeitslosenversicherung für Journalisten, die für eine gewisse Zeit Schutz in Mexiko-Stadt suchen müssen, ohne dort einen Wohnsitz zu haben. Außerdem sollten die Leistungen der Arbeitslosenversicherung erhöht und eine Krankenversicherung geboten werden. Damit komme die Regierung einer der zentralen Forderungen derjenigen nach, die die mexikanische Gesellschaft informieren, so die Innenministerin.

Calderón betonte dass ihre 2010 gegründete Organisation dafür kämpfe, "dass die Gewalt, der in Mexiko 120 Medienarbeitende zum Opfer gefallen sind, enden wird." Nach Angaben der Nationalen Menschenrechtskommission und der Sonderstaatsanwaltschaft für Verbrechen gegen die Meinungsfreiheit sind in diesem Jahr schon vier Opfer zu beklagen. Calderón, die auch Gewerkschaftsvorsitzende der Mitarbeiter der linken Tageszeitung La Jornada ist, sagte weiter, in einer demokratischen Gesellschaft dürfe es keine bedrohten oder verfolgten Medienarbeiter geben. Sie bezog sich zudem auf die zusätzlichen Nachteile von Journalistinnen und deren Verletzbarkeit, falls man ihnen drohe, ihre Kinder oder ihre Familie anzugreifen.

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