NGO: Kuba führend bei Rechten von Mädchen und Frauen

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Mädchen in Viñales, Kuba
Mädchen in Viñales, Kuba

London/Lima. Die Nichtregierungsorganisation Save the Children, von der Rechte von Kindern weltweit verteidigt werden, hat im Zuge einer Untersuchung der Situation von Frauen und Mädchen in 144 Staaten die positive Entwicklung in Kuba hervorgehoben.

Im internationalen Vergleich belegt Kuba den 34. Platz und liegt damit noch vor einem reichen Industriestaat wie Japan. Das sozialistische Kuba schneidet auch besser ab als alle anderen lateinamerikanischen Staaten: Bolivien (Platz 45), Chile (48), Brasilien (102), Guatemala (103) und Haiti (105). Die Rangliste von Save the Children wird von Schweden, Finnland und Norwegen angeführt, während die Zentralafrikanische Republik, der Tschad und Niger die schlechteste Beurteilung in Bezug auf Mädchenrechte erhielten. Deutschland liegt auf Rang zwölf.

Nach Angaben der NGO ist die Situation von Mädchen und Frauen in vielen Ländern nach wie vor schlecht. Auch in Lateinamerika komme es häufig zu Vergewaltigungen und anderen Gewaltakten, bis hin zu geschlechtsspezifischen Morden an Frauen. Zu den berücksichtigten Kriterien und Indikatoren der Untersuchung gehören das Vorkommen von Kinderheirat, Müttersterblichkeit, Zugang zu Gesundheitsversorgung und zu Bildung für Mädchen. Der neue Bericht widmet sich speziell den Entwicklungsmöglichkeiten von Mädchen.

Die Fachberaterin von Save the Children für die Region Lateinamerika, die Peruanerin Teresa Carpio, erklärte dazu, dass die kubanische Gesundheitspolitik und Bildungspolitik weiterhin ein Schlüsselelement für die gute Entwicklung junger Frauen darstellten. Kinder könnten auch enge Beziehungen zu ihren Eltern aufrechterhalten. Indes stelle in Lateinamerika und der Karibik Gewalt die wesentliche Hürde für die Entwicklung von Mädchen dar. Dies betreffe besonders indigene und afroamerikanische Mädchen. "Die zentrale Aussage unseres Berichts besteht darin, dass Gewalt ein Merkmal ist, das in der ganzen Region hervorsticht und dass wir fast nichts dafür tun, um dieses Problem zu lösen", kritisierte Carpio.

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