DruckversionEinem Freund senden
20.05.2017 Italien / Uruguay / Politik

Staatsbesuch des italienischen Präsidenten in Uruguay

Uruguays Präsident Tabaré Vázquez will die Beziehungen zu Italien vertiefen

Uruguays Präsident Tabaré Vázquez will die Beziehungen zu Italien vertiefen

Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Montevideo. Italiens Präsident Sergio Mattarella war vom 10. bis zum 12. Mai in Uruguay zu Gast, um die bilaterale Zusammenarbeit mit diesem südamerikanischen Land zu stärken. Begleitet von dem Minister für Auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit, Angelino Alfano, traf Mattarella während des Besuchs mit seinem uruguayischen Amtskollegen Tabaré Vázquez zusammen. In dem Gespräch ging es auch um den Freihandelsvertrag der Europäischen Union (EU) mit dem südamerikanischen Bündnis Mercosur.

Matarella sprach sich dabei ganz klar für das Freihandelsabkommen der beiden Blöcke aus. Vázquez stimmte ihm zu und hob die "tiefe Übereinstimmung" der beiden Länder hervor. Es würde sich positiv auswirken, "das Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Mercosur zu unterzeichnen".

Gegenüber der Presse sagt Vázquez: "Wir haben uns darauf verständigt, die politischen Beziehungen zu vertiefen und Kooperationsvereinbarung zu initiieren." Auch die Zusammenarbeit im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen soll verbessert werden. Zudem wurde eine Vereinbarung im Eisenbahnbereich getroffen. Ziel sei es, das Schienennetz zu modernisieren, so Vázquez. Auch im kulturellen Bereich setzt man auf den Ausbau der Beziehungen, vor allem durch studentischen Austausch. 

Sergio Mattarella, der als erster italienischer Präsident seit 16 Jahren Uruguay besuchte, hob die historisch gewachsene "starke Verbindung" der beiden Länder hervor. Im 19. Jahrhundert waren viele Norditaliener nach Uruguay gekommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten zudem viele Süditaliener vor allem aus Sizilien, Kalabrien und Neapel in das südamerikanische Land aus. Aktuell leben in Uruguay rund 5.000 Menschen, die in Italien geboren wurden. "Diese historische Freundschaft muss sich mit dem Blick auf die Zukunft wieder stärker konkretisieren", so Matarella.

Diesen Wunsch äußerte auch die italienischstämmige Gemeinschaft in Uruguay, die auf ihrer Website italiauruguay.com bemängelte, bei dem Besuch nicht angemessen berücksichtigt worden zu sein.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr

Was Sie auch interessieren könnte ...

23.04.2017 Nachricht von Georg Stein
11.02.2017 Nachricht von Serena Pongratz