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New York Times bestätigt Putschpläne der USA gegen Venezuela

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Im Visier der Opposition und der USA: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro
Im Visier der Opposition und der USA: Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

Washington/Caracas. Erneut hat mit der US-Tageszeitung New York Times (NYT) ein westliches Medium Darstellungen aus Venezuela bestätigt, nach denen die US-Regierung unter Präsident Donald Trump an Putschplänen gegen das südamerikanische Land beteiligt ist. Die NYT berichtet von Geheimgesprächen mit Dissidenten aus dem venezolanischen Militär. Dabei sei es um einen gewaltsamen Sturz der linksgerichteten Regierung gegangen. Angeblich seien die Mitte vergangenen Jahres begonnenen Gespräche ergebnislos beendet worden. Die NYT beruft sich auf US-Regierungsvertreter und einen früheren venezolanischen Militärkommandeur

Nachrichtenagenturen berichten, dass das Weiße Haus Fragen zu den Gesprächen nicht detailliert beantworten wollte. Es hieß lediglich, man sehe die Notwendigkeit eines Dialogs "mit allen Venezolanern, die ein Verlangen nach Demokratie zeigen".

US-Präsident Trump ist ein scharfer Gegner der sozialistischen Regierung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. Dessen Land steckt in einer tiefen wirtschaftlichen und politischen Krise, die Proteste mit gewaltsamen Ausschreitungen und eine Auswanderungswelle in Nachbarländer provoziert hat. Die US-Regierung hat die Krise mehrfach mit gezielten Wirtschaftssanktionen befördert, um den Sturz der Regierung zu begünstigen.

Zuletzt war es am 4. August zu einem bewaffneten Angriff auf Präsident Maduro gekommen. Venezuela beschuldigte daraufhin die USA und das benachbarte Kolumbien, die Attentäter unterstützt zu haben. Generalstaatsanwalt Tarek William Saab informierte, die Zahl der Verdächtigen sei auf 34 angestiegen. 14 Personen seien bereits festgenommen ‒ sechs von ihnen "in flagranti"‒ und dem Haftrichter vorgeführt worden. Auch wurden ein General und ein Oberst der Bolivarischen Nationalgarde verhaftet. Sie sollen vertrauliche Informationen über die Veranstaltung zum 81. Jahrestag der Nationalgarde an die Terrorgruppe weitergegeben haben.

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