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Neue Abkommen und engere Beziehungen: Regierung von Ecuador auf US-Kurs

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Vertreter beider Regierungen kamen beim "Treffen zur Erweiterung des bilateralen politischen Dialogs Ecuador-USA" vergangene Woche in Quito zusammen
Vertreter beider Regierungen kamen beim "Treffen zur Erweiterung des bilateralen politischen Dialogs Ecuador-USA" vergangene Woche in Quito zusammen

Quito. Bei einem Besuch des Vize-Außenminister der USA, David Hale, in Ecuador sind verschiedene Abkommen in den Bereichen "Sicherheit, Demokratie und soziale Entwicklung" unterzeichnet worden. Darüber informierte das ecuadorianische Außenministerium.

Die Regierung von Präsident Lenín Moreno betont die derzeit besonders positiven Beziehungen zu den USA. Auch die Möglichkeit, in Zukunft ein Freihandelsabkommen auszuhandeln, wurde hervorgehoben. Nach fünf Jahren kehrt nun die US-amerikanische Entwicklungsagentur USAID nach Ecuador zurück, wo sie "unternehmerische Investitionen und die Entwicklung benachteiligter Bevölkerungsgruppen fördern" soll, vor allem entlang der Nordgrenze zu Kolumbien.

Die Regierung Moreno hat sich von lateinamerikanischen Integrationsprojekten wie Unasur und Alba abgewandt und unterstützt die außenpolitischen Leitlinien der USA für die Region.

Ecuadors Vize-Außenminister Andrés Terán und Hale sprachen bei ihrer Zusammenkunft vergangene Woche von "wichtigen Fortschritten" in den bilateralen Beziehungen; dies nach einer Phase des Stillstands während der Regierungszeit Rafael Correas. Die Schließung der US-Militärbasis in Manta, die Beendigung der Kooperation mit USAID und das Botschaftsasyl für Wikileaks-Gründer Julian Assange hatten Washington verärgert. Inzwischen hat Ecuadors Regierung kurzerhand die Verhaftung von Assange durch die britische Polizei ermöglicht. Ihm droht nun die Auslieferung in die USA und bis zu 175 Jahren Haft.

Bei einem Treffen mit Moreno betonte Hale, dass Präsident Donald Trump "die Werte der ecuadorianischen Regierung teilt". Man sei sehr beindruckt von Ecuadors Weg zur Wiederherstellung der Demokratie. Auch in der Venezuela-Krise sucht die Regierung Moreno weiterhin den Schulterschluss mit den USA. Vertreter beider Regierungen wiederholten ihre Unterstützung für den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó.

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