Kuba kritisiert Millioneninitiative der USA gegen Gesundheitsprogramme

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Weltweite Anerkennung fand der Einsatz von kubanischem Gesundheitspersonal im Kampf gegen Ebola in Afrika, hier in Sierra Leone
Weltweite Anerkennung fand der Einsatz von kubanischem Gesundheitspersonal im Kampf gegen Ebola in Afrika, hier in Sierra Leone

Havanna. Das Außenministerium in Kuba hat ein US-Regierungsvorhaben heftig kritisiert, das kubanische Gesundheitsprogramme im Ausland erforschen und aufklären soll. Die US-Regierung und ihre Organisation für Entwicklung (Usaid) versuchten damit, die humanitäre Hilfe des sozialistischen Karibikstaates zu verhindern und zu blockieren, hieß es aus Havanna. Derzeit arbeitet kubanisches Gesundheitspersonal in 64 Ländern.

Usaid stellt derzeit mindestens drei Millionen US-Dollar für das Programm zur Verfügung. Abgeordnete des antikubanischen Flügels in den USA haben sich dafür stark gemacht. Sie werfen Kubas Regierung vor, Ärzte und andere Fachleute zu zwingen, in den "Missionen" unter "sklavenähnlichen Bedingungen" zu arbeiten. Das sei Menschenhandel, mit dem der Staat sich finanziere. Usaid ruft Kubaner und Nichtkubaner auf, sich für seine Forschungsprogramme zu bewerben, um diese Vorwürfe von politischer Ebene zu erhärten.

Das kubanische Außenamt bekräftigte daraufhin, dass die Mitarbeiter freiwillig an den Missionen teilnehmen. Sie erhielten das in Kuba übliche Gehalt sowie andere Formen der Vergütung und ein Stipendium in dem jeweiligen Land. Ein Teil der Missionen in den Ländern des Südens werde kostenlos durchgeführt. Andere Einsätze würden durch Kooperationsabkommen mit den jeweiligen Ländern mit Rohstoffen bezahlt. Die Gesundheitsmissionen, die oft in abgelegenen Gegenden stattfinden, in denen zuvor keine Ärzte vorhanden waren, hätten die Anerkennung internationaler Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen. Abschließend heißt es in der Erklärung, Gesundheit sei ein Menschenrecht. Die Verhinderung von Hilfe stelle daher eine Menschenrechtsverletzung dar.

Insgesamt hat Kuba in den vergangenen 56 Jahren medizinische Einsätze in 164 Ländern durchgeführt, an denen 400.000 Fachkräfte teilgenommen haben und mehr als 1,85 Milliarden Menschen behandelt wurden. In Kuba wurden bisher nach offiziellen Angaben 35.613 Ärzte aus 168 Ländern kostenlos ausgebildet.

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