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USA weisen kubanische Diplomaten aus

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Zwei Mitglieder der kubanischen UN-Mission wurden von der US-Regierung ausgewiesen, weitere in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt
Zwei Mitglieder der kubanischen UN-Mission wurden von der US-Regierung ausgewiesen, weitere in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt

Washington/New York/Havanna. Die US-Regierung hat zwei bei den Vereinten Nationen akkreditierte kubanische Diplomaten des Landes verwiesen. Die Personen hätten sich "an Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten beteiligt", begründete das Außenministerium den Schritt. Zudem dürfen die übrigen Mitglieder des kubanischen Diplomatenkorps bei den Vereinten Nationen in New York die Insel Manhattan nicht verlassen. Dort befindet sich der Sitz der Organisation.

Die Ausweisung der Diplomaten erfolgte rund eine Woche vor Beginn der Generalversammlung der UNO.

Kubas UN-Mission protestierte gegen die "ungerechtfertigte Ausweisung". Sie solle "eine diplomatische Eskalation provozieren, welche in der Schließung der Botschaften endet", heißt es in einem Statement der Mission. Mit der Einschränkung der Bewegungsfreiheit würden die USA das Ansehen der kubanischen Diplomatie beschädigen. Kubas Außenminister Bruno Rodríguez schrieb im Kurznachrichtendienst Twitter, die Aktion der US-Regierung diene dazu, Spannungen zwischen beiden Ländern anzuheizen und so einen Vorwand für die Verschärfung der Wirtschaftsblockade zu liefern.

Die beiden ausgewiesenen kubanischen Vertreter, Jorge Peña Argilagos und Rolando Vergara Zito, sind indes am Freitagnachmittag in ihr Land zurückgekehrt.

Washington hat die 1961 verhängte Wirtschaftsblockade gegen Kuba in den vergangenen Monaten weiter verschärft. Nach dem Verbot von Kreuzfahrttourismus und Bildungsreisen im Juni wurden zuletzt auch private Geldsendungen an Familienangehörige auf Kuba weiter eingeschränkt.

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