Kolumbien / Politik

UNO verlangt von Kolumbien Schutz der Farc-Demobilisierten

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Die Mission der Vereinten Nationen in Kolumbien überwacht die Umsetzung des Friedensabkommens
Die Mission der Vereinten Nationen in Kolumbien überwacht die Umsetzung des Friedensabkommens

Bogotá. "Angriffe auf ehemalige FARC-EP-Kämpfer in Kolumbien sind nach wie vor ein großes Problem", hat der Leiter der UN-Mission vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zum Ausdruck gebracht.

Carlos Ruiz Massieu gab bekannt, dass in den letzten drei Monaten 20 ehemalige Kämpfer getötet wurden. Das ergibt 151 ermordete Farc-Mitglieder seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens.

Die UN-Mission forderte daher von der kolumbianischen Regierung und allen zuständigen Instanzen, den Schutz der Demobilisierten Guerillakämpfer zu erhöhen. Es seien zwar bereits Fortschritte erzielt worden, dies reiche aber keinesfalls aus, um das Leben der Betroffenen zu schützen. Massieu kritisierte zudem, dass mehr als 8.000 ehemalige Farc-Kämpfer, die außerhalb der Demobilisierungzonen leben, nur begrenzten Zugang zu den Maßnahmen der Wiedereingliederung haben. Daher seien sie häufiger von Gewalt betroffen und fielen der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen leichter zum Opfer.

Zudem müssen laut UN die Sicherheitsmaßnahmen für alle Kandidaten der Regionalwahlen verstärkt werden. Der Sonderbeauftragte erinnerte daran, dass in drei Wochen die Regional- und Kommunalwahlen stattfinden werden und dass Gewalt gegen Kandidaten politischer Parteien ein massives Problem sei, einschließlich gegen die Farc-Partei, die zum ersten Mal an den Wahlen teilnimmt.

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