Cambridge sucht medizinische Zusammenarbeit mit Kuba

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Der Stadtrat von Cambridge fordert die medizinische Kooperation mit Kuba gegen Covid-19 (Screenshot)
Der Stadtrat von Cambridge fordert die medizinische Kooperation mit Kuba gegen Covid-19 (Screenshot)

Cambridge. Der Stadtrat von Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts will den medizinischen Austausch und die Zusammenarbeit mit Kuba zur gemeinsamen Bekämpfung der Covid-19-Pandemie angehen. Ein entsprechendes Dokument wurde einstimmig angenommen und erwähnt, dass die Stadt einige der angesehensten Institutionen der USA beheimatet. Dazu gehören die Harvard-Universität, das Massachusetts Institute of Technology und das Cambridge Hospital, die bereits eine lange Geschichte des direkten medizinischen und wissenschaftlichen Austauschs von Professoren und Studenten sowie der direkten Kooperation mit Kuba haben.

Der Statdtrat verweist darauf, dass die USA die weltweit höchste Zahl von Covid-19-Fällen haben. In Kuba gebe es indes lediglich 4.459 Erkrankte, obwohl das Land nur doppelt so viele Einwohner habe wie Massachusetts, wo offiziell 123.181 Fälle registiert sind. Kuba nutze mehrere erfolgreiche Behandlungsverfahren zur Kontrolle von Covid-19, darunter selbst hergestellte Medikamente wie Biomodulin T und humanes rekombinantes Interferon Alpha 2B, "was diesem Land eine extrem günstige Sterblichkeits- und Heilungsrate beschert hat". Es sei bedauerlich, dass keines dieser Medikamente in den USA erhältlich sei, weil die Zusammenarbeit mit dem karibischen Staat und Importe von dort ständig und zunehmend eingeschränkt werden. Auch weitere US-Städte strebten eine medizinische Kooperation mit Kuba an, darunter Cleveland, Richmond und San Francisco.

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Die Menschen in Cambridge, im Rest des Landes und in der Welt würden von der Zusammenarbeit der USA mit Kuba in den Bereichen Biopharmazie, Medizin und öffentliche Gesundheit profitieren, heißt es in dem Dokument weiter. Die Stadt wird angewiesen, aktiv die Zusammenarbeit zur gemeinsamen Bewältigung der aktuellen Pandemie zu erkunden, was die Wiederaufnahme des Wissenstransfers über Präventionsmethoden im Bereich der öffentlichen Gesundheit, Möglichkeiten zur Verhinderung von Infektionen des Gesundheitspersonals und die Entwicklung neuer Medikamente, Impfstoffe und Behandlungsverfahren einschließe.

Schließlich fordert der Stadtratsbeschluss den US-Kongress und den US-Präsidenten auf, die Beschränkungen des Zugangs zu den medizinischen Diensten und dem biopharmazeutischen Fachwissen Kubas aufzuheben, indem alle Wirtschafts- und Reisesanktionen gegen die Insel ausgesetzt werden.

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