Weltweite Proteste gegen die US-Blockade gegen Kuba

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Solidarität auf allen Kontinenten: weltweite Proteste gegen die US-Blockade gegen Kuba am Wochenende
Solidarität auf allen Kontinenten: weltweite Proteste gegen die US-Blockade gegen Kuba am Wochenende

Berlin/New York/Pretoria et al. Am Wochenende fanden in zahlreichen Städten in Europa und weltweit Hunderte von Kundgebungen, Demonstrationen, Veranstaltungen und Aktionen gegen die von den USA gegen Kuba verhängten Sanktionen und die Blockade statt.

Aktionen gab es in zahlreichen deutschen Städten, unter anderem in Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Chemnitz, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gera, Hamburg, Heidelberg, Heilbronn, Koblenz, Köln, Leipzig, Mainz, München, Münster, Saarbrücken, Schwerte, Stuttgart, Torgau. Diese Aktivitäten waren ein Höhepunkt der europäischen Solidaritätskampagne "Unblock Cuba", an der sich inzwischen über 100 Organisationen aus 27 Staaten beteiligen.

Zugleich waren sie Teil der internationalen "Weltkarawane gegen die Blockade", die von den Solidaritätsorganisationen in den USA ausging. Dort beteiligten sich mehr als 22 Großstädte, darunter New York, Los Angeles, Miami und Washington. Auch auf den anderen Kontinenten kam es zu Aktionen, wie in Afrika, Australien und Asien, wo sie unter anderem in Peking und Pretoria stattfanden.

Bemerkenswert war dieser Protest wegen der zeitgleichen weltweiten Beteiligung, wegen der internationalen Vernetzung durch Livestreams und Social Media sowie wegen der großen Vielfalt und Buntheit der Aktivitäten. So wurden neben den eher traditionellen Protestformen auch Autokorsos, Fahrraddemonstrationen, virtuelle Statements, Videos und unzählige Selfies verbreitet.

In Berlin wurde die US-Botschaft mit einer Menschenkette umzingelt, im Sinne einer "symbolischen Blockade" unter dem Motto "6 Minuten gegen 60 Jahre Blockade".

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In Berlin wurde die US-Botschaft "umzingelt"
In Berlin wurde die US-Botschaft "umzingelt"

Gemeinsam war all diesen Aktivitäten die dringende Forderung nach einem Ende der US-Blockade. Im Einzelnen wurde verlangt, die seit sechs Dekaden bestehende Handels-, Wirtschafts- und Finanzblockade gegen Kuba müsse beendet, das Völkerrecht durchgesetzt und damit die Menschenrechte geschützt werden. Nachdrücklich mahnten die Protestierenden an, dass die Medien endlich über diese Thematik berichten und sich die europäischen und anderen Regierungen endlich effektiv für ein Ende dieser zerstörerischen Strafmaßnahme einsetzen müssten.

In den Statements und Beiträgen wurde auf den "Skandal" hingewiesen, dass immer mehr Unternehmen, Banken, Händler, Kunden und Vereine auch in Europa von den US-Sanktionen betroffen und geschädigt werden. Daher gab es dringende Forderungen nach einem Ende dieser Blockade und zugleich der Komplizenschaft der Europäischen Union und der deutschen Bundesregierung, da sie das "Verbrechen der USA tolerieren" würden.

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