Chile / Soziales

Viele Paare in Chile nutzen neues Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe

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Ein Gesetz auch offiziell mit dem Hashtag #AmorEsAmor begrüßt
Ein Gesetz auch offiziell mit dem Hashtag #AmorEsAmor begrüßt

Santiago. In Chile haben in den ersten zwölf Monaten nach Zulassung der gleichgeschlechtlichen Ehe 1.644 Paare diese Möglichkeit genutzt. Das entsprechende Gesetz wurde in dem südamerikanischen Land im Dezember 2021 verabschiedet und trat 90 Tage nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft.

In der Berichterstattung in Chile wird die gleichgeschlechtliche Ehe auch als egalitäre Ehe bezeichnet.

Nach der neuen Gesetzgebung ist "die Ehe ein feierlicher Vertrag, durch den zwei Personen gegenwärtig und unauflöslich und auf Lebenszeit miteinander verbunden werden, um zusammenzuleben, sich fortzupflanzen und sich gegenseitig zu unterstützen". Die Bestimmungen ermöglichen gleichgeschlechtlichen Paaren durch die Eheschließung auch Zugang zur Elternrolle.

Nach Daten des Transparenzportals waren bislang die Metropolregion Santiago und Valparaiso mit 870 bzw. 220 Eheschließungen die Orte mit den meisten egalitären Ehen.

Weitere Gebiete, die diese Liste anführten, waren O'Higgins und Bíobío. In den südlichsten Regionen hingegen wurden die neuen gesetzlichen Bestimmungen bislang wenig genutzt.

Chile ist das siebte Land in Lateinamerika, das gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt hat. Es folgte damit Costa Rica, Ecuador, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Uruguay und mehreren Bundesstaaten in Mexiko.

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