Atomenergie: Argentinien und Frankreich wollen zusammenarbeiten

In Nizza bekunden Milei und Macron Absicht zu gemeinsamen Projekten: Atomenergie, Bergbau und Zugang zu Mineralien. Kritik an "Plünderung" argentinischer Rohstoffe

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Kernenergie made in Frankreich - wie hier im Bild - ist für Argentiniens Präsident Milei interessant
Kernenergie made in Frankreich - wie hier im Bild - ist für Argentiniens Präsident Milei interessant

Buenos Aires/Nizza. Der argentinische Staatspräsident Javier Milei und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron haben eine strategische Zusammenarbeit im Bereich von Kernenergie und wichtigen Rohstoffen vereinbart. Die Absichtserklärung kam bei einem bilateralen Treffen am Rande der UN Ocean Conference im französischen Nizza zustande.

Der rechtsnationalistische Milei bot Macron eine Beteiligung am argentinischen Kernenergieprogramm an – im Gegenzug für den Zugang zu strategischen Mineralien wie Uran. Die Umsetzung soll durch die Bergbauministerien beider Länder koordiniert werden. Medienberichten zufolge könnten französische Unternehmen künftig in die Förderung nuklear relevanter Rohstoffe eingebunden werden. Geplant ist zudem offenbar eine vertiefte Zusammenarbeit in der Bergbauforschung und bei der Erschließung neuer Vorkommen.

Obwohl Milei die UN-Prozedere kritisiert und nicht an den offiziellen Beratungen der Konferenz teilnahm, wurde sein Zwischenstopp in Nizza als Geste gegenüber Macron gewertet. Macron wiederum ist an den Geschäftsmöglichkeiten interessiert, die Argentinien im Energie- und Bergbaubereich bietet.

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"Die Beziehungen zwischen beiden Ländern erleben einen ihrer besten Momente", betonten Teilnehmer der argentinischen Delegation, die neben Milei aus seiner Generalsekretärin und Schwester Karina, Außenminister Gerardo Werthein und dem argentinischen Botschafter in Frankreich, Ian Sielecki, bestand.

Kritische Medien werfen Macron "Plünderung" natürlicher Ressourcen vor und sprachen davon, dass Milei die Mineralien und Rohstoffe Argentiniens auf einem "Tablett serviere".

Mit dem Ende 2024 veröffentlichten Kernenergieprogramm will Milei mit der Hilfe ausländischer Investitionen einen "kleinen Modular Reaktor" bauen und Argentinien zu einem globalen Energie-Hub machen. Laut einigen Medien führt Mileis Regierung bereits Gespräche mit großen französischen Kerntechnologie-Unternehmen.