Brasília. Die Popularität von Präsident Lula da Silva ist in Brasilien laut einer aktuellen Umfrage der Institute Genial und Quaest auf 43 Prozent gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von drei Prozentpunkten. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, ab dem 1. August 2025 einen Zoll von 50 Prozent auf brasilianische Einfuhren zu erheben. Lula wies dies als "unannehmbare Erpressung" zurück.
72 Prozent der brasilianischen Bevölkerung sind der Meinung, dass Trump mit der Einführung hoher Zölle auf brasilianische Produkte einen Fehler begehe. Viele vermuten politische Motive, da Trump laut eigenen Aussagen glaubt, dass der rechtsextreme Ex-Präsident Jair Bolsonaro in Brasilien zu Unrecht verfolgt wird. Bolsonaro steht derzeit in Brasília wegen eines gescheiterten Putschversuchs vor Gericht.
44 Prozent der Befragten gaben an, dass "Lula und die Arbeiterpartei" im Zollkonflikt bestmöglich agieren. 63 Prozent sehen Donald Trumps Aussage als falsch an, wonach die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Brasilien und den USA "ungerecht" seien. 79 Prozent befürchten, dass hohe Zölle das Leben der Bevölkerung verschlechtern würden.
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Die aktuellen Umfrageergebnisse sehen Lula im Rennen um die Präsidentschaftswahl 2026 in Führung. In einem ersten Wahlgang würde Lula da Silva nächstes Jahr gegen alle vom Umfrageinstitut Quaest aktuell ins Spiel gebrachten und getesteten Kandidaten siegen. Lula schneidet mit 32 Prozent der Stimmen besser ab als Ex-Präsident Jair Bolsonaro, der auf 26 Prozent kommt. Bolsonaro darf allerdings bis 2030 nicht für politische Ämter kandidieren.
Im Szenario, dass Lula 2026 gegen die frühere brasilianische First Lady Michelle Bolsonaro (PL) antritt, erhielt Lula 30 Prozent der Stimmen und Michelle Bolsonaro 19 Prozent. Der konservative Gouverneur des Staates São Paulo und Mitglied der Partei Republicanos, Tarcísio de Freitas, erhielt laut Umfrage 15 Prozent, während Lula 32 Prozent bekam. Eduardo Bolsonaro (PL), Sohn des Ex-Präsidenten, scheitert mit 32 Prozent der Wählerstimmen gegen Lula, der 51 Prozent erreicht.
Die Wahlberechtigten, die der Ansicht sind, ihr 76-jähriger Präsident solle sich 2026 erneut zur Wahl stellen und damit eine vierte Amtszeit antreten, wuchs Mitte Juli 2025 im Land von 32 auf 38 Prozent.

