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Menschenrechtsrat CDDPH attackiert Belo Monte scharf

Brasília. Der brasilianische "Rat für den Schutz der Rechte der menschlichen Person" (CDDPH) hat am Mittwoch in Brasília in Anwesenheit der Ministerin des Sonderstaatssekretariat für Menschenrechte, Maria do Rosário, das Staudammprojekt Belo Monte im nordbrasilianischen Bundesstaat Pará scharf kritisiert. Dies berichtet die staatliche Agentur Agência Brasil. Demnach warf der Vizepräsident des CDDPH-Rates, Percílio de Sousa Lima Neto, dem Baukonsortium Norte Energia vor, die "absolute Abwesenheit des Staates" vor Ort auszunutzen, Firmenmitarbeiter würden sich als Staatsbeamte ausgeben und die lokale Bevölkerung unter Druck setzen, ihr Land aufzugeben.

"Das ist ein Niemandsland. Dort gibt es alle Sorten von Problemen. Dort gibt es sexuelle Ausbeutung von Kindern, Abwesenheit des Staates in Fragen einfachster Grundversorgung", so Lima Neto gegenüber der Presse. Ein Mitarbeiter des Ombudsmanns für Landfragen des Ministeriums für Landwirtschaftliche Entwicklung berichtete von dem Fall eines Familienvaters, der beim Mittagessen auf seiner kleinen Parzelle unangekündigten Besuch von Mitarbeitern des Baukonsortiums erhielt: "Sie sagten: Entweder du unterschreibst hier oder du wirst gar nichts erhalten und von hier vertrieben".

Erst vergangene Woche hatte die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) den Stopp des Belo Monte-Projekts gefordert. Brasília zeigte sich "perplex" über die als Einmischung in interne Angelegenheiten wahrgenommene Aussage der OAS-Organisation.

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