Streik bei Volkswagen im Bundesstaat Paraná geht weiter

Brasília. Die Belegschaft des Volkswagen-Werks in São José dos Pinhais in Curitiba im südbrasilianischen Bundesstaat Paraná hat am Dienstag Vormittag (Ortszeit) die Fortsetzung des am vergangenen Donnerstag begonnenen Streiks beschlossen. Dies berichtet das Nachrichtenportal IG Último Segundo. Die Beschäftigten stimmten für die Fortsetzung des Streiks zumindest bis kommenden Donnerstag.

An der Abstimmung hatten 2.800 Arbeiter von den insgesamt 3.000 im Werke beschäftigten Arbeitern teilgenommen. Die 500 Beschäftigten der Verwaltung hatten weder an der Abstimmung teilgenommen, noch beteiligten sie sich am Streik, so das Nachrichtenportal. Die Arbeiter fordern eine Einmalzahlung von 12.000 Reais (5.070 Euro). Die Konzernleitung bot laut Medienangaben die Zahlung einer ersten Hälfte in Höhe von 4.600 Reais (1.943 Euro) sowie die Zahlung einer zweiten, in der Höhe noch unbestimmten Tranche für das zweite Halbjahr an.

Die Metallarbeitergewerkschaft in Curitiba bedauerte die Uneinsichtigkeit der Konzernleitung und nannte deren Verhalten "rückständig". Der Vorstandschef von Volkswagen in Brasilien, Thomas Schmall, hatte der Tageszeitung Estado de São Paulo am Montag gesagt, es komme "zu einem Punkt, an dem es besser ist, den Stillstand in der Fabrik zu akzeptieren, als zu zahlen, was sie wollen", so Schall. Ein Streik komme den Konzern "billiger als zu zahlen und alle Zukunftspläne der Firma zu zerstören", so Schall.

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