Venezuela / Wirtschaft

Venezuela beendet Rückführung der Goldreserven

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Die Rückholung des Goldes fand 2012 unter strenger Bewachung statt
Die Rückholung des Goldes fand 2012 unter strenger Bewachung statt

Caracas. In Venezuela ist die letzte Ladung der Goldreserven des Landes eingetroffen. Die Regierung des südamerikanischen Landes hatte im Sommer 2011 beschlossen, einen Großteil der in europäischen und US-amerikanischen Banken lagernden Reserven zurück nach Venezuela zu holen. Die letzte Lieferung umfasste 14 Tonnen, die einen Gegenwert von 70 Millionen US-Dollar (etwa 53 Millionen Euro) haben. Sie wurden zuvor in Flugzeugen aus der Schweiz und aus England transportiert und erreichten am Montag Abend (Ortszeit) die Venezolanische Zentralbank (BCV) in Caracas.

Insgesamt seien in den vergangenen zwei Monaten 160 Tonnen Gold nach Venezuela gebracht worden, erklärte BCV-Präsident Nelson Merentes. Dies entspricht 59 Prozent der venezolanischen Goldreserven. Etwa 50 Tonnen bleiben jedoch weiterhin bei ausländischen Banken, um die dortigen Konten zu erhalten und Finanzgeschäfte abwickeln zu können.

Die nun nach Venezuela gebrachten Reserven waren zwischen 1986 und 1992 als Sicherheiten außer Landes gebracht worden, um Kredite der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu erhalten. Aus diesem Grund bewertete der Vorsitzende der venezolanischen Delegation im lateinamerikanischen Parlament (Parlatino), Rodrigo Cabezas, die Rückführung als einen "Akt der Souveränität". Er stelle für das Land einen Gewinn an Unabhängigkeit dar.

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