NGOs haben bei Rio+20 mehr Einfluss als 1992

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Fátima Mello ist optimistisch
Fátima Mello ist optimistisch

Rio de Janeiro. Internationale Umweltschutzorganisationen gehen kurz vor Beginn des Rio+20-Gipfels in der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro davon aus, dass sie die Verhandlungen in der UNO effektiver beeinflussen können als beim ersten "Erdgipfel" vor zwanzig Jahren.

"Im Jahr 1992, als wir parallel zum offiziellen Gipfel ein globales Forum organisiert haben, gab es keinen Dialogmechanismus zwischen unserem Treffen und der offiziellen Zusammenkunft", sagte die brasilianische Aktivistin Fátima Mello auf einer Pressekonferenz in Rio. Die Vertreterin der brasilianischen Nichtregierungsorganisation Fase ist eine der Mitorganisatorinnen des Gipfels der Völker, der parallel zum UNO-Gipfel stattfindet.

Nach einem Bericht der spanischen Nachrichtenagentur EFE, in dem Mello zitiert wird, gibt es in diesem Jahr einen direkten Draht zwischen den in Rio versammelten Nichtregierungsorganisationen und dem Rio+20-Gipfel. Dieser Kommunikationskanal sei von der brasilianischen Regierung als Ausrichterin des offiziellen Treffens geschaffen worden, schreibt EFE unter Berufung auf Mello.

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Bei dem Gipfel der Völker werden zwischen dem 15. und 23. Juni in Rio de Janeiro gut 20.000 Aktivisten aus sozialen Organisationen und der Umweltschutzbewegung zusammenkommen. Der offizielle Gipfel der UNO findet zwischen dem 20. und 22. Juni statt.


Das Nachrichtenportal amerika21.de wird in Zusammenarbeit mit dem Pressedienst Poonal aktuell über den Rio+20-Gipfel und den alternativen Gipfel der Völker berichten.

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