Kolumbien / Politik

Kolumbiens Friedensdialog beginnt mit FARC-Waffenruhe

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Verhandlungsführer der FARC. Ivan Márquez
Verhandlungsführer der FARC. Ivan Márquez

Havanna. In der kubanischen Hauptstadt Havanna hat am Montag mit einem einseitig erklärten Waffenstillstand der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens

(FARC) offiziell die nächste Runde der Friedensgespräche zwischen der kolumbianischen Regierung und den Rebellen begonnen. Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen die fünf Themen Landreform, politische Integration der Guerilla, Kampf gegen Drogenanbau und -schmuggel sowie Entwaffnung und Entschädigung für die Opfer.

Die vom FARC-Sprecher Ivan Márquez verkündete einseitige Waffenruhe stand im Zentrum der Berichterstattung. Die Guerilla werde bis zum 20. Januar 2013 alle militärischen Operationen einstellen, so Máquez. Der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzón reagierte am gestrigen Monat mit einer Erklärung, nach der die kolumbianische Armee die einseitig ausgerufene Waffenruhe nicht anerkennen wird. Es sei die in der Verfassung verankerte Pflicht des kolumbianischen Militärs, "alle Verbrecher zu verfolgen, die gegen die Verfassung verstoßen haben", sagte Pinzón.

Der Friedensprozess war am 18. Oktober in Norwegen eröffnet worden. Ursprünglich sollten die Gespräche in Havanna bereits am vergangenen Donnerstag beginnen. Der Aufschub erfolgte, vor allem weil die Forderung nach einer Beteiligung der Bürger und sozialen Organisationen des Landes ungeklärt war.

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