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29.11.2013 Kuba / USA

US-Blockade gegen Kuba: Schweizer Firma zahlt Millionen-Kompensation

Siegel des US-Justizministeriums DOS.

Siegel des US-Justizministeriums DOS.

Quelle: flickr.com
Lizenz: CC BY 2.0

Washington/Havanna. Das Schweizer Unternehmen Weatherford International Ltd., ein international tätiger Hersteller von Ausrüstungsgütern für die Erdöl- und Erdgasgewinnung, bezahlt 252 Millionen US-Dollar an die USA wegen vermeintlicher Verstöße gegen Sanktionen. Dies teilte das US-Justizministerium am vergangenen Dienstag mit.

Die Vereinbarung sei getroffen worden, um eine Verletzung der von den USA gegen Länder wie Kuba, den Iran und den Sudan ausgesprochenen Sanktionen zu kompensieren. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen des Gesetzes über den Handel mit dem Feind (Trading with the Enemy Act).

Damit wird die von Kuba in seinem jüngsten Bericht für die UNO über "Die Notwendigkeit der Beendigung der von den USA gegen Kuba verhängten ökonomischen, handelsmäßigen und finanziellen Blockade" erhobene Anklage bestätigt, die erst kürzlich von 188 Mitgliedsstaaten der UN-Generalversammlung unterstützt wurde: "Die kubanische Erdöl- und Erdgasindustrie ist Ziel der Maßnahmen der US-Regierung, um die Entwicklung, den Zugang zu fortgeschrittenen Technologien, zu Erdölprodukten und zur benötigten Finanzierung für ihr Wachstum zu verhindern. Es wird versucht, die Branche lahm zu legen und Modernisierungen, technische Aktualisierungen, sowie den Zugang zu Ersatzteilen und die Teilhabe an Innovationsprozessen zu behindern", heißt es darin.

Der den Vereinten Nationen vorgelegte Bericht weist außerdem darauf hin, dass die gegen die Insel gerichtete Blockade die Souveränität von Drittländern sowie die Rechte von natürlichen und juristischen Personen untergräbt, die nicht der nordamerikanischen Gesetzgebung unterliegen.

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