Rechter Terrorist aus Argentinien in Brasilien festgenommen

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Bild einen Graffitos der Terrorgruppe Triple A
Bild einen Graffitos der Terrorgruppe Triple A

Brasília. Die brasilianische Bundespolizei hat den argentinischen Ex-Terroristen Salvador Siciliano in Arujá, im Bundesstaat São Paulo, verhaftet. Der weltweit gesuchte, cirka 70-jährige Siciliano hatte sich seit vier Jahren in Brasilien versteckt. Er war in den 1970er Jahren ein führendes Mitglied der rechtsextremen Terrorgruppe Alianza Anticomunista Argentina – auch Triple A genannt. Mit Anschlägen, gezielten Morden und dem "Verschwindenlassen" von politischen Gegnern half die paramilitärische Organisation bei der Errichtung der Militärdiktatur (1976-1983).

Nach Angaben des argentinischen Menschenrechtsbündnisses Desaparecidos ist die Triple A für den Mord an mindestens 685 Menschen verantwortlich.

Siciliano wird Entführung, Folter und Mord in mindestens drei Fällen vorgeworfen. Der Argentinier wurde nach seiner Festnahme in ein Gefängnis nach São Paulo gebracht, wo er auf die Auslieferung nach Argentinien wartet.

Laut der britischen Tageszeitung The Telegraph konnte Siciliano am vergangenen Donnerstag mit Hilfe einer für die Fußballweltmeisterschaft eingerichteten internationalen Polizeieinheit festgenommen werden, die aus Polizeikräften der 32 Teilnehmerstaaten besteht. "Er konnte aufgrund der verstärkten Zusammenarbeit durch die WM geschnappt werden", sagte Luiz Eduardo Navajas von der brasilianischen Bundespolizei.

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