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19.05.2015 Bolivien / Ecuador / Paraguay / Vatikan / Politik

Papst Franziskus reist im Juli nach Südamerika

Boliviens Präsident Evo Morales und Papst Franziskus im Oktober 2014 im Vatikan

Boliviens Präsident Evo Morales und Papst Franziskus im Oktober 2014 im Vatikan

Rom/La Paz. Der Vatikan hat Details zur Reise von Papst Franziskus bekannt gegeben, der im Juli dieses Jahres Ecuador, Bolivien und Paraguay besuchen wird. Franziskus folgt damit zahlreichen Einladungen der Staatschefs und Bischöfe der drei Länder und wird unter anderem ein internationales Treffen sozialer Bewegungen besuchen. Seine letzte Reise nach Lateinamerika führte den Papst 2013 zum Weltjugendtag nach Rio de Janeiro.

Im Juli wird Franziskus unter anderem Messen in Guayaquil, Quito, Santa Cruz de la Sierra und Asunción halten. Daneben wird er sich zum einen mit Ordensleuten, lokalen Autoritäten und Vertretern und Vertreterinnen von sozialen Bewegungen treffen. Zum anderen wird er in Santa Cruz de la Sierra das Gefängnis Palmasola besuchen. Die Haftanstalt ist seit Langem überbelegt und war im August 2013 Ort von Bandenkämpfen, bei denen 31 Menschen ums Leben kamen. In Asunción wird der Papst zudem eine Kinderklinik und den Wallfahrtsort Basilika der Jungfrau von Caacupé besuchen und sich mit Jugendgruppen treffen.

Die Beziehungen zwischen der Regierung Boliviens und der katholischen Kirche haben sich seit dem Amtsantritt von Papst Franziskus deutlich verbessert, nachdem zu Beginn der ersten Amtszeit von Evo Morales zahlreiche Konflikte ausgebrochen waren. Der Präsident des Andenlandes hat Franziskus bereits mehrmals getroffen und sagte, nachdem die Vermittlungsbemühungen des Vatikans bei der Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Kuba und den USA bekannt geworden waren: "Nun habe ich tatsächlich das Gefühl, einen Papst zu haben." Er bescheinigte Franziskus des Weiteren revolutionäres Denken und soziales Empfinden. Im vergangenen Oktober war Morales als einziges Staatsoberhaupt zum internationalen Treffen von Vertretern und Vertreterinnen von 100 sozialen Bewegungen aus aller Welt im Vatikan eingeladen.

Im kommenden Jahr will Franziskus erneut nach Südamerika reisen und neben seinem Heimatland Argentinien, Chile und Uruguay besuchen.

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