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UNO erkennt Erfolge von Kuba im Kampf gegen HIV und Aids an

Die Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung von Kuba, Mariela Castro, nahm an dem UN-Treffen teil

Die Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung von Kuba, Mariela Castro, nahm an dem UN-Treffen teil

Quelle: Yander Zamora

New York. Vertreter der Vereinten Nationen haben Kuba im Rahmen einer Fachtagung in New York ihre Anerkennung für die Erfolge im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids ausgesprochen. Das Thema wurde bei einer UNO-Konferenz zu HIV/Aids behandelt, die vergangene Woche im UN-Hauptsitz in New York stattfand. Dabei beschlossen die Teilnehmer, diese gefährliche Krankheit bis zum Jahr 2030 effektiv zu bekämpfen. In den Nachhaltigkeitszielen der internationalen "Agenda 2030" ist dieses Ansinnen bereits festgehalten worden.

Funktionäre der UN haben Kuba bei der Gelegenheit ihre Anerkennung für die Bemühungen um die Beseitigung der Mutter-Kind-Übertragung von HIV und Syphilis ausgesprochen. Ren Minghu von der Leitung der Weltgesundheitsorganisation und der Direktor der UN-Abteilung für den Kampf gegen Aids, Michel Sidibé, erinnerten daran, dass der sozialistische Inselstaat schon vor einem Jahr als erste Nation der Welt die Übertragung dieser gefährlichen Krankheiten von Müttern auf ihre Kinder vollständig gestoppt hatte.

Die Repräsentanten Kubas betonten in der UN-Vollversammlung die Bereitschaft ihrer Regierung, mit anderen Ländern bei präventivmedizinischen Programmen und im Kampf gegen HIV/Aids zusammenzuarbeiten. Kubas Gesundheitsminister Roberto Morales Ojeda bekräftigte, dass sein Land weiterhin bereit ist, auf der Basis seiner positiven Erfahrungen und der erreichten Ziele diejenigen Länder zu unterstützen, die dies benötigen: "Wir bekräftigen unsere politische Verpflichtung, weltweit, auf regionaler und nationaler Ebene unseren Beitrag in diesem Kampf zu leisten. Nur durch Integration, Solidarität und Zusammenarbeit können nachhaltige Ergebnisse erzielt und die gemeinsamen Herausforderungen auf einem globalisierten, ungleichen und ausgrenzenden Planeten bewältigt werden", fügte Kubas Gesundheitsminister an: "Die Gesundheit muss über jeder Überlegung zu materiellem, technologischen und intellektuellen Eigentum stehen." Es sei inakzeptabel, dass der Zugang zu Medikamenten und anderen notwendigen Behandlungen für Personen mit HIV/Aids durch "Preise und andere egoistische Beschränkungen" begrenzt werde, so Morales Ojeda.

Die Direktorin des Nationalen Zentrums für Sexualerziehung von Kuba, Mariela Castro, bestätigte dieses Urteil: "Wir haben jetzt schon Ergebnisse im Kampf gegen HIV und Aids, die in der internationalen Gemeinschaft als Vorbilder angesehen werden, aber wir verfügen über Möglichkeiten, noch mehr zu leisten." Der politische Wille der kubanischen Regierung und Kubas öffentliches Gesundheitswesen würden es ermöglichen, die verbreitete Epidemie zu besiegen, die weltweit seit 1981 über 34 Millionen Tote gefordert hat. Mariela Castro beklagte zugleich die negativen Auswirkungen der US-amerikanischen Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade gegen Kuba. Damit würde die Bekämpfung von HIV und Aids erschwert.

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