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06.01.2017 Haiti / Politik

Neuer Präsident von Haiti verspricht Entwicklung und Frieden

Jovenel Moïse, der neue Präsident von Haiti

Jovenel Moïse, der neue Präsident von Haiti

Quelle: @moisejovenel

Port-au-Prince. Der designierte Präsident von Haiti, Jovenel Moïse, hat nach der Bestätigung seines Wahlsieges versprochen, sich für die soziale Entwicklung und den Frieden im dem verarmten Karibikstaat einzusetzen. "Heute Nacht feiern wir ein historisches Ereignis", sagte der Geschäftsmann und Kandidat des Regierungslagers: "Das Volk hat den Weg von Entwicklung und Frieden gewählt und ich werde dafür arbeiten", sagte Moïse, der auf parteipolitischer Ebene bisher ein Neuling ist.

Der Regierungskandidat erhielt nach dem am Dienstag bekanntgegebenen amtlichen Endergebnis bei der Wahl am 20. November 55,6 Prozent der Stimmen. Der 48-jährige soll am 7. Februar in sein Amt eingeführt werden.

Der Agrarunternehmer sprach sich bei einer Pressekonferenz zudem dafür aus, die politische Spaltung in dem Land zu überwinden. "Ich werde sowohl für diejenigen arbeiten, die für mich gestimmt haben wie auch für diejenigen, die mir ihre Stimme nicht gegeben haben", sagte er. Vertreter anderer politischer Parteien lud er zu gemeinsamen Gesprächen ein, um mögliche Lösungen für die wichtigsten Probleme des Landes zu beraten.

Moïse gehört der Haitianischen Partei Tet Kale an, die auch bisher die Regierung gebildet hat. Sein Mandat dauert fünf Jahre. Anfang Februar wird er die Regierungsgeschäfte von dem Interimspräsidenten Jocelerme Privert übernehmen, der die Amtsgeschäfte nach mehrmaliger Verzögerung der Wahlen und folgenden Neuwahlen am 15. Februar 2016 übernommen hatte.

Die Präsidentschaftswahl in Haiti war erstmals bereits im Oktober 2015 planmäßig ausgerichtet worden. Schon damals hatte Moïse im ersten Wahlgang die meisten Stimmen auf sich vereinen können. Sein Mitbewerber Jude Célestin von der "Alternativen Liga für den Fortschritt und Selbstbestimmung Haitis" kam auf den zweiten Platz. Die Abstimmung damals wurde angesichts heftiger Proteste der Opposition sowie einem Bericht über Unregelmäßigkeiten für ungültig erklärt.

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