Kuba / Soziales

Kuba startet klinische Studie mit zweitem Impfstoffkandidaten

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Kuba arbeitet an einem zweiten Covid-19-Impfstoff
Kuba arbeitet an einem zweiten Covid-19-Impfstoff

Havanna. Wie das Finlay-Institut für Impfstoffentwicklung am Montag bekannt gegeben hat, begann Anfang der Woche die klinische Erprobung des zweiten kubanischen Impfstoffkandidaten gegen Covid-19. Erst im August hatte das sozialistische Land mit "Soberana 01" den ersten Corona-Impfstoffkandidaten Lateinamerikas vorgestellt hat, dessen Erprobung fortgesetzt wird.

Die erste Phase der Studie begann am 19. Oktober und wird bis zum 9. November dauern. Bei der nach dem "Goldstandard" durchgeführten Doppelblindstudie sind beide Wirkstoffe beteiligt. Zunächst soll mit ihr die Sicherheit des neuen Serums überprüft werden.

Die Studie setzt sich aus drei Probandengruppen zusammen. Eine Gruppe wird mit 28 Tagen Unterbrechung zwischen den Injektionen zwei hohe Dosen des ersten Impfstoffs "Soberana 01" erhalten, die anderen beiden Gruppen erhalten ebenfalls mit 28-tägiger Pause jeweils eine hohe und eine niedrige Dosis des neuen Serums. Die dritte Gruppe wird 56 Tage nach der ersten Injektion zusätzlich eine weitere niedrige Dosis erhalten. Sollte sich der neue Impfstoffkandidat "FINLAY-FR-1A" darin bewähren, wird er in "Soberana 01A" umbenannt und für die weitere Erprobung freigegeben werden, berichtet das Institut gegenüber dem Nachrichtenportal "Cubadebate".

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"Soberana 01" befindet sich bereits in der zweiten Erprobungsphase, mit der die Wirksamkeit ermittelt werden soll und gilt bereits als sicher, da nicht mehr als fünf Prozent der Probanden "schwere Nebenwirkungen in Zusammenhang mit der Impfung berichtet haben", heißt es in der Bekanntmachung des Finlay-Instituts. An den parallel laufenden Studien der Phase I und II haben bisher mehr als 700 Freiwillige teilgenommen.

Auf Kuba wurden am 11. März die ersten Covid-19-Fälle entdeckt, wenige Tage später schloss das Land seine Grenzen. Inzwischen wurden 6.258 Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet, 127 Personen starben an den Folgen der Infektion. Zuletzt blieb die Zahl der Neuinfektionen auf niedrigem Niveau, weshalb Präsident Miguel Díaz-Canel Anfang des Monats eine weitgehende Öffnung des Tourismus ankündigte.

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