Puerto Rico / Soziales

Gewerkschaften in Puerto Rico mobilisieren gegen drohende Rentenkürzung

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Gewerkschaften in Puerto Rico mobilisieren gegen drohende Rentenkürzung
Gewerkschaften in Puerto Rico mobilisieren gegen drohende Rentenkürzung

San Juan. 18 puerto-ricanische Gewerkschaften haben einen Protestkorso gegen Kürzungspläne des demokratischen Gouverneurs Pedro Periluisi durchgeführt. "Der diskutierte Plan zur Rentenkürzung würde die Rentner bis zu 15 Prozent der ohnehin zurückgehenden Einkommen kosten", erklärten die Protestierenden gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur Efe.

Der Demonstrationszug ging von der Universität von Puerto Rico (UPR) bis zum Kapitol in der Hauptstadt San Juan und sollte die Bevölkerung "vor den negativen Folgen und Konsequenzen der Fiskalreform" warnen.

Als Alternative zu den Kürzungsplänen legte die Abgeordnete Lourdes Ramos von der "Partido Nuevo Progresista" das Gesetz 120 über "würdevollen Ruhestand" vor, für dessen Bestätigung die Demonstranten warben. Wie der Präsident des Gewerkschaftsdachverbands Emilio Nieves erklärte, würde das neue Gesetz "nicht nur die aktuellen Pensionen schützen, sondern auch die zukünftigen Rentenbezüge von Firmen- und öffentlichen Angestellten sicherstellen".

Die Gewerkschaftsmitglieder beschuldigten die Finanzbehörde, den Gesetzesvorschlag auf "diktatorische Weise" außer Kraft setzen zu wollen, indem sie vor einem föderalen Gericht gegen die Initiative vorgehen. "Dies ist ein entscheidender Moment. Es wird sich zeigen, wer die Interessen Puerto Ricos vertritt und wer sich auf die Seite derjenigen stellt, die Millionenprofite auf Kosten des leidenden Volks machen", kommentierte ein Gewerkschafter.

An den Protesten nahmen unter anderem Dozenten der Hochschule Puerto Ricos, der Lehrerverband und die Gewerkschaft der Elektroindustrie teil. Falls das Gericht das Rentengesetz nicht zu Fall bringt, könnte es am 10. Februar verabschiedet werden.

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