Ani Dießelmann

Übergangsjustiz für Kolumbien zwischen Kritik und Zuspruch

Scharfe Töne von Ex-Präsident Uribe. International viel Zustimmung. Soziale Bewegungen für mehr Beteiligung der Gesellschaft an den Gesprächen
Bogotá. Das am 23. September von der Regierung und der Guerillabewegung Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens (Farc) geschlossene Abkommen wird vielfach als "historischer Moment" für das südamerikanische Land bezeichnet. Die Bewertungen fallen jedoch unterschiedlich aus. Die... weiter

Hohe Paramilitärs in Kolumbien aus Haft entlassen

Anführer paramilitärischer Gruppen werden unter Anwendung von Sondergesetz freigelassen. Kritiker beklagen Amnestie für Gewaltverbrechen
Bogotá. Nach acht Jahren Haft im Gefängnis La Modelo ist am 16. September mit Úber Bánquez Martínez, alias Juancho Dique, ein weiterer Paramilitärführer freigekommen. Obwohl Martínez für die Anordnung und Durchführung von elf Massakern an der Zivilbevölkerung verurteilt worden ist... weiter

Paramilitär belastet El Cerrejón und Ex-Gouverneur in Kolumbien

Betreiber des Kohlebergwerks El Cerrejón erneut in der Kritik. Ex-Gouverneur von La Guajira soll paramilitärische Truppen angeführt haben
Bogotá. Der kolumbianische Paramilitärführer Arnulfo Sánchez González, der seit 2010 in den USA wegen Drogenhandels inhaftiert ist, hat aus dem Gefängnis heraus den früheren Gouverneur von La Guajira, Juan Francisco Gómez, beschuldigt, Führer der Paramilitärs in der Region gewesen... weiter

Verantwortung von Militärs für Morde in Kolumbien belegt

Abgehörtes Telefongespräch zweier inhaftierter Soldaten über Beteiligung an "falsos positivos". Vorgesetzte sollen gedeckt werden
Bogotá. Die kolumbianische Zeitschrift "Semana" hat unlängst den Mitschnitt eines Telefongesprächs zwischen zwei Soldaten der kolumbianischen Armee veröffenticht, mit denen die Verantwortung von ranghohen Militärangehörigen für die als "falsos positivos" bekannten extralegalen... weiter