Kampf gegen Drogenhandel zentrales Thema auf "Amerika-Gipfel"

cumbre-americas-logo_0.jpg

Logo des "Amerika-Gipfels"
Logo des "Amerika-Gipfels"

Cartagena, Kolumbien. Strategien im Kampf gegen den Drogenhandel werden als zentrales Thema zusätzlich zu der offiziellen Agenda auf dem sechsten sogenannten Amerika-Gipfel diskutiert werden. Vor allem Guatemalas Präsident Otto Pérez Molina hatte in den vergangenen Wochen das Thema einer Entkriminalisierung weicher Drogen ins Gespräch gebracht. So solle den Drogenkartellen das Wasser abgegraben werden, argumentierte der Staatschef.

Kolumbiens Präsident und Gastgeber des Gipfeltreffens, Juan Manuel Santos, zeigte sich im Vorfeld des Treffens in der Hafenstadt Cartagena de Indias im Norden des Landes bereit über Alternativen im Kampf gegen die in Lateinamerika an Stärke gewinnenden Drogenkartelle zu sprechen. Er werde sich jedoch nicht für spezifische Vorschläge stark machen, sagte der konservative Politiker.

Der US-amerikanische Präsident Barack Obama hat indes die Verantwortung seines Landes im Kampf gegen den organisierten Drogenhandel bekräftigt. Die USA seien Teil des Problems und müssten auch Teil der Lösung sein, sagte Obama nach Angaben der deutschen Nachrichtenagentur dpa wenige Stunden vor seiner Ankunft in Cartagena de Indias. Die kursierenden Vorschläge zur Legalisierung von Drogen werden von Washington jedoch strikt abgelehnt.

Unterstützen Sie amerika21 mit einer Spende via Flattr