Venezuela: Basis-Wahlbündnis bildet Rat der politischen Parteien

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Gründungsveranstaltung des Rates der politischen Parteien im GPP
Gründungsveranstaltung des Rates der politischen Parteien im GPP

Caracas. Linke Parteien haben am Samstag in der venezolanischen Hauptstadt Caracas einen Rat der politischen Parteien im Großen Patriotischen Pol (GPP) gegründet. Damit setzt sich eine lange Reihe von Gründungen solcher Gremien in den letzten Wochen fort. Die neuen Zusammenschlüsse sollen die Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur des amtierenden Präsidenten  Hugo Chávez einsetzen.

An der Konstituierung des Rates im Saal des Theaters "Teresa Carreño" in Caracas nahmen neben der sozialistischen Partei des Präsidenten (PSUV) die Kommunistische Partei (PCV) und die kleineren Parteien IPCN (Independientes por la Comunidad Nacional), MEP (Movimiento Electoral del Pueblo), UPV (Unión Popular Venezolana) und MRT (Movimiento Revolucionario Tupamaro) teil.

Mit der Gründung des Rates demonstrieren die Parteien, dass sie hinter der Kandidatur von Chávez am 7. Oktober 2012 stehen. Auch Vertreter eines Flügels der PPT (Patria Para Todos) waren anwesend. Die Partei war vor den Parlamentswahlen 2010 aus dem Regierungsbündnis ausgetreten. Seitdem streiten verschiedene Flügel um die Nutzung des Parteinamens.

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Die Vizepräsidentin der Nationalversammlung und nationale Koordinatorin des GPP, Blanca Eekhout, sagte anlässlich des Treffens: "Wir akzeptieren Unterschiede und Widersprüche zwischen uns, stellen aber die Unabhängigkeit unserer Heimat und die Zukunft unserer Kinder, die Zukunft des Friedens und des Sozialismus, die dieses Volk verdient hat, an erste Stelle." Dieser Block "von historischer Bedeutung" vereinige all jene, die sich politisch mit dem Ziel engagieren, die Hegemonie der "heimatlosen und verräterischen Bourgeoisie" zu beseitigen, sagte Eekhout weiter.

Auch Luis Tellería, Vertreterin der Partei PPT, machte deutlich: "Wir unterstützen den politischen Prozess - unsere Beteiligung zeigt sich nicht nur aufgrund der Wahl. Wir engagieren uns über den 7. Oktober hinaus." Auch die anderen Bündnispartner unterstrichen ihren Willen und die Notwendigkeit zur nachhaltigen Organisation.

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