Venezuela / Soziales

UNO: Venezuela mit geringster Ungleichheit in Lateinamerika

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Logo des UNO-Habitat
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Rio de Janeiro. Das Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen (UNO-Habitat) hat in Rio de Janeiro seinen neuesten Bericht zur Lage in Lateinamerika vorgestellt. Unter anderem wurden Zahlen zu dem sogenannten Gini-Koeffizient bekannt gegeben.

Venezuela ist demnach mit 0,41 das Land mit der größten sozialen Gleichheit in Lateinamerika. An zweiter Stelle folgt Uruguay. Bei dem Gini-Koeffizient werden die Einkommen der 20 Prozent Ärmsten den 20 Prozent Reichsten gegenübergestellt. Die Regierung Venezuelas wertete das Ergebnis in ersten Reaktionen als Erfolg ihrer Sozialpolitik.

In Ländern wie Kolumbien, Costa Rica und Paraguay hat sich die Situation in den letzten Jahren verschlechtert. Brasilien liegt nicht mehr auf dem letzten Platz, auf den nun Guatemala rückte.

Lateinamerika ist weltweit der Kontinent mit der größten sozialen Ungleichheit. Vor allem in den großen Städten sind die Einkommensunterschiede extrem hoch. In Lateinamerika leben 80 Prozent der Bevölkerung in großen Städten. Die zugrundeliegenden Zahlen stammen von 2009.

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