Venezuela / Politik / Medien

Venezuelas Opposition bestätigt Wahlergebnis und greift Chávez an

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Bildschirmfoto El Universal
Bericht über die Pressekonferenz in der Oppositionszeitung El Universal

Caracas. Der Generalsekretär des Oppositionsbündnisses "Tisch der demokratischen Einheit" (MUD) in Venezuela, Ramón Guillermo Aveledo, hat jedwede politische Beeinflussung der Präsidentschaftswahlen am Sonntag ausgeschlossen.

Bei einer Pressekonferenz am Montagnachmittag (Ortszeit) sagte Aveledo, die MUD-Allianz habe Wahlunterlagen aus allen Landesteilen angefordert und überprüft. Dabei habe man keine Hinweise auf eine Beeinflussung zuungunsten der Opposition gefunden. Zugleich nutzte der MUD-Generalsekretär den Auftritt für erneute Angriffe auf den amtierenden Präsidenten und Wahlsieger Hugo Chávez. Dieser habe "ohne Skrupel" alle ihm zur Verfügung stehenden staatlichen Ressourcen genutzt, um den Wahlsieg zu erreichen, sagte Aveledo unter Bezugnahme auf die staatlichen Medien.

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Gegenüber amerika21.de hatte zuvor auch der ehemalige Schweizer Botschafter in Venezuela (2003-2007), Walter Suter, eine Beeinflussung des Ergebnisses ausgeschlossen. "Was mir am meisten imponiert ist, dass seit der Einführung des automatischen Wahlsystems 2004 bis heute eine kontinuierliche Entwicklung zu beobachten ist", sagte er. Nach menschlichem Ermessen sei jeder Datenmissbrauch oder Betrug ausgeschlossen.

Ebenfalls auf amerika21.de waren der französische Politiker Jean-Luc Mélenchon und der Publizist Ignacio Ramonet der These der staatlichen Medienhoheit in Venezuela entgegengetreten. "Die Wahrheit ist, dass die Chávez feindlich gesinnte Privatwirtschaft die große Mehrheit der Medien kontrolliert", schrieben die beiden Autoren. Davon könne sich jeder leicht überzeugen, denn von 111 Fernsehkanälen seien 61 in privater Hand, 37 seien Basismedien (medios comunitarios) und 13 öffentlich.

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