Kuba / Politik

Urne von Fidel Castro auf dem Weg nach Santiago de Cuba

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Die Urne mit Fidel Castros Asche wird von Havanna nach Santiago de Cuba gebracht
Die Urne mit Fidel Castros Asche wird von Havanna nach Santiago de Cuba gebracht

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In Santa Clara säumten ebenfalls Tausende die Straßen, um Abschied von Fidel Castro zu nehmen
In Santa Clara säumten ebenfalls Tausende die Straßen, um Abschied von Fidel Castro zu nehmen

Havanna. Die Urne mit der Asche des ehemaligen kubanischen Staats- und Regierungschef Fidel Castro wurde am Mittwoch in der Hauptstadt Havanna von einem Militärkonvoi abgeholt, nachdem am Vorabend mehr als eine Million Menschen bei einem Staatsakt Abschied von dem Revolutionsführer genommen hatten. Die Urne, die mit einer kubanischen Fahne bedeckt offen durch das Land gefahren wird, soll bis Samstag die gut 1.000 Kilometer lange Strecke bis nach Santiago de Cuba zurücklegen. Fernsehaufnahmen von der ersten Teilstrecke zeigten, wie tausende Menschen die Straßenränder säumten.

Die Route wird die gleiche Strecke zurücklegen, die Fidel Castro nach dem Sieg der Revolution 1959 von Osten der Insel aus nach Havanna – also in umgekehrter Reihenfolge – zurückgelegt hat. Der Zug der Revolutionäre war nach dem Sturz des kubanischen Diktators Fugencio Batista damals unter dem Namen "Karawane der Freiheit" bekannt geworden.

Auf dem Weg in den Osten der Insel soll die Urne auch in Santa Clara Station machen und dort neben dem Grab von Ernesto Che Guevara aufgebahrt werden. Die Trauerfeier selbst wird im engen Familienumfeld am Sonntag stattfinden. Fidel Castro wird auf dem Santa-Ifigenia-Friedhof in Santiago beigesetzt werden. Dort befindet sich auch das Grab des kubanischen Freiheitshelden José Martí.

Auf dem Weg hatten bereits in Havanna zahlreiche Kubanerinnen und Kubaner als Ehrbekundungen für Fidel die Landesfahnen aus den Fenstern gehängt. Viele standen an der Straße, um den Militärkonvoi zu beobachten und hielten selbstgemalte Schilder mit Dankesworten in die Höhe.

Die UN-Generalversammlung hielt am Dienstag eine Schweigeminute für den kubanischen Revolutionsführer ab. Für die selbe Geste entschieden sich die Mitglieder der AKP-Staatengruppe (Asien-Karibik-Pazifik) bei einem Treffen in Brüssel. Die Direktorin der Weltgesundheitsorganisation, Margaret Chan, kondolierte dem kubanischen Volk und hob Castros Verdienste um das Sozial- und Gesundheitswesen hervor. In Berlin legte die Fraktion der Linken im Bundestag ebenfalls am Dienstag zu Beginn ihrer Fraktionssitzung eine Schweigeminute ein.

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