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Brasilien, Mexiko und USA testen Medikament aus Kuba zur Covid-19-Behandlung

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Das Medikament Itolizumab soll Covid-19-Patienten helfen
Das Medikament Itolizumab soll Covid-19-Patienten helfen

Havanna. Ein in Kuba entwickeltes Medikament mit entzündungshemmenden und immunregulatorischen Wirkungen wird jetzt in Brasilien, Mexiko und den USA bei der Behandlung von Patienten getestet, die an dem neuartigen Virus SARS-Cov-2 erkrankt sind.

Der monoklonale Antikörper Itolizumab wurde vom Zentrum für Molekulare Immunologie (CIM) Kubas in Zusammenarbeit mit der indischen Firma Biocon entwickelt. Das Produkt war bereits 2014 mit einem der nationalen Preise der kubanischen Akademie der Wissenschaften in der Kategorie Biomedizinische Wissenschaften ausgezeichnet worden.

Nun erhielt es die Genehmigung zum Start einer umfangreichen klinischen Phase-III-Studie an Covid-19-Patienten in den drei Ländern, berichtete CIM am Mittwoch. Diese wichtige Studie wird die bisherigen wissenschaftlichen Nachweise an Patienten prüfen, um die Aufnahme des Medikaments in das kubanische Protokoll für die Behandlung von Covid-19 zu ermöglichen.

Das wissenschaftliche Team des CIM und der Firma Biocon Asia begann bereits 2006 in Indien mit der Entwicklung des Medikaments. Dort wurden im vergangenen Juni in sechs Krankenhäusern klinische Studien mit dem Arzneimittel durchgeführt, bevor es in die medizinischen Protokolle aufgenommen wurde.

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Kürzlich haben kubanische Forscher in sozialen Netzwerken auch einen im Gerontology Journal veröffentlichten Artikel über die Erfahrungen des Landes mit der Anwendung von Itolizumab bei älteren Covid-19-Patienten verbreitet.

Dem zufolge wurde in der Studie der rechtzeitige Einsatz dieses monoklonalen Antikörpers mit anderen antiviralen und gerinnungshemmenden Therapien kombiniert, um die Verschlechterung des Infektionsverlaufs und die Sterblichkeit zu verringern. Die jüngste Forschung in Kuba habe gezeigt, dass dieses Medikament erfolgreich bei älteren Menschen mit verschiedenen Begleiterkrankungen und bei Patienten in einer kritischen Phase der Erkrankung angewendet wurde.

Nach Angaben der Spezialisten konnten durch die Behandlung mit Itolizumab das Risiko von Notfall-Krankenhausaufenthalten und die Sterblichkeitsrate deutlich gesenkt und insgesamt die Zahl der Patienten in kritischem Zustand reduziert werden.

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