Hintergrund & Analyse (Argentinien, Soziale Bewegungen)

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Rückschritt im Arbeitsrecht in Argentinien

Geplante Arbeitsmarktreform wirft das Land ein Jahrhundert zurück
Die Arbeitsmarktreform von Javier Milei, die als Modernisierungsinitiative dargestellt wird, repräsentiert einen historischen Rückschlag für der Gewerkschafts- und Arbeitsrechte, die im vergangenen Jahrhundert erkämpft wurden. Eine Analyse. Im Dezember 2025 schickte die argentinische Regierung... weiter

"In der Linken sprechen wir seit Langem nicht mehr über Freiheit"

Interview mit der argentinischen Basisaktivistin Candela de la Vega über die Perspektiven der Graswurzelbewegung in Zeiten von Javier Milei
Candela de la Vega ist Aktivistin und feministische Forscherin, Mitglied des Bündnisses "Treffen der Organisationen von Córdoba" (Encuentro de Organizaciones de Córdoba) und Mitglied des Recherchekollektivs Der Llano in Flammen (El Llano en Llamas). Júlia Martí von der Zeitschrift Viento Sur hat... weiter

"Diktatur des Bergbaus" in Argentinien: Der Widerstand von Andalgalá

Gemeinden kämpfen ums Überleben gegen eine übermächtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien
Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgalá in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybdän in dieser Größenordnung abbaut. Es markiert... weiter

Argentinien: Das "Nein" zu thermischen Kraftwerken in Brandsen hat gesiegt

Anlage birgt Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten Gartenbauregion des Landes
Das Projekt zum Bau thermoelektrischer Kraftwerke in Brandsen (Provinz Buenos Aires) hat in der Öffentlichkeit Ablehnung hervorgerufen und zu Beschwerden über den Mangel an öffentlich zugänglicher Information geführt. Die Anlage birgt die Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten... weiter

"Verdurazo" in Argentinien: Gemüse gegen den Hunger

Solidarische Straßenaktion als Reaktion auf eine Regierung der Gewalt
Innerhalb von vier Monaten sind die Lebensmittelpreise in Argentinien um 90 Prozent gestiegen, und die Regierung hat keine einzige politische Maßnahme zur Unterstützung landwirtschaftlicher Familienbetriebe getroffen. Der Runde Tisch für Landwirtschaftliche Ernährung Argentiniens (Mesa... weiter

Zuckerbrot und Peitsche: Der Umgang mit den Mapuche in Chile

Die Regierung Boric versprach einen neuen Umgang mit den indigenen Mapuche. Davon ist nach zwei Jahren Amtszeit wenig geblieben
Vor dem Strafgericht in Temuco, gut 800 Kilometer südlich von Santiago, steht eine Menschenmenge, Fahnen der indigenen Mapuche wehen im Wind, während Transparente die Freilassung politischer Gefangene fordern. Im Inneren der Gerichts wird derweil verhandelt. Zwei Mapuche sind angeklagt, eine... weiter

Der Kampf der Mapuche gegen die Privatisierung der Quellen des Flusses Río Chubut

In Argentinien lässt der Staat zu, dass ausländisches Kapital sich das Wasser aneignet – entgegen bestehender Gesetze
Im argentinischen Patagonien, dem angestammten Territorium der Mapuche, wird zunehmend Land privatisiert und an ausländisches Kapital verkauft. Der englische Multimillionär Joe Lewis versperrt seit Jahren den öffentlichen Zugang zu dem See Lago Escondido (Versteckter See). Ganz in der Nähe werden... weiter

"Argentinien sollte eine Zweigstelle Europas sein und die Bevölkerung 'weiß gemacht' werden"

Die Afro-Argentinierin Griselda Manzoli über Rassismus, intersektionalen Feminismus und den Kampf um Erinnerung
Nach Angaben der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Lateinamerika und die Karibik (Cepal) leben in unserer Region 134 Millionen Personen mit afrikanischen Wurzeln, die damit 21 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen. Davon leben laut dem landesweiten Zensus von 2010 mindestens 150... weiter

Ökosozialer Wandel, das Paradigma der neuen Generationen

Für Bruno Rodriguez von "Jóvenes por el Clima" aus Argentinien stellt die radikale Änderung unseres Wirtschaftssystems einen Überlebensauftrag dar
Wir wissen, dass die Klima- und Umweltkrise alle Ketten der sozialen Unterdrückung verfestigt. Die Entdeckung fossiler Brennstoffe hat Jahrhunderte des Kolonialismus beschleunigt und dabei die gesamte Dynamik der Unterwerfung des globalen Südens durch den Norden vertieft. Das durch die... weiter

Feminismus in Lateinamerika: Durch den Streik die Welt verstehen

Die argentinische Theoretikerin und Aktivistin Verónica Gago über die neue Welle antipatriarchaler Kämpfe und ihr Buch "Für eine feministische Internationale"
Feministische Proteste gegen Femizide sind vor allem in Lateinamerika zu Massenbewegungen geworden, die die patriarchalen kapitalistischen Gesellschaften in ihren Grundfesten herausfordern, Proteste weltweit inspirieren und den feministischen Streik als Kampfform popularisiert haben. Mit Verónica... weiter

Kolonialismus im Land der Mapuche in Chile

Auch Schweizer Siedler:innen sind am Landraub im Wallmapu, dem Territorium des indigenen Volkes der Mapuche, beteiligt
In der Nacht auf den 6. August 2020 versammelt sich trotz der pandemiebedingten Ausgangssperre eine Menge aufgebrachter Menschen vor den Gemeindehäusern der Kleinstädte Traiguén, Curacautín, Galvarino und Victoria. Sie grölen rassistische Parolen und vertreiben mit Gewalt die Mapuche-Aktivist:innen... weiter

Pestizide in Argentinen: Ein Aufruf mit 24 Jahren Verspätung

Die Regierung will jetzt die Auswirkungen von Pestiziden untersuchen. Es gibt aber schon mehr als 1.100 wissenschaftliche Studien über die schweren Schäden, die sie im Land verursachen
Über zwei Jahrzehnte nach der Zulassung der ersten genveränderten Kultur unter Einsatz von Glyphosat hat die argentinische Regierung erklärt, dass sie die Auswirkungen von Pestiziden auf die Umwelt und auf biologische Organismen untersuchen wird. Die Initiative wird von Wissenschaftsminister... weiter

Argentinien: Macris Niedergang, der Peronismus und die Linke

So wie Macri den Großteil der Unzufriedenheit mit der letzten CFK-Regierung eingefangen hat, kanalisiert nun der Kirchnerismus die Enttäuschung durch die Rechte
Die enorme Wirkung der Aufstellung des Duos Fernández-Fernández veranschaulicht den Wandel in der politischen Landschaft, den Macris wirtschaftliches Versagen verursacht hat. Dieser deutliche Rückschlag macht alle neoliberalen Prinzipien der letzten Jahre zunichte, erleichtert das Wiederaufleben... weiter

"Wir müssen solidarisch in die Offensive gehen"

Interview mit der argentinischen Politikwissenschaftlerin Beatriz Rajland über Antworten von unten auf Präsident Mauricio Macris Politik von oben
Die seit einem halben Jahr amtierende neoliberale argentinische Regierung unter Präsident Mauricio Macri ist für soziale Bewegungen und Gewerkschaften eine Herausforderung. Die Lateinamerika Nachrichten sprachen mit der gewerkschaftsnahen Politikwissenschaftlerin Beatriz Rajland über Reaktionen auf... weiter

Über die "Economía Popular"

Die "Economía Popular" ist die Wirtschaft der Ausgeschlossenen. Sie bildet sich aus all den Aktivitäten, die wir angesichts der Unfähigkeit des Marktes, uns würdevolle und angemessen bezahlte Arbeit anzubieten, entwickeln
Der politische, ökonomische und soziale Kontext, der sich seit der Krise 2011 bis heute verfestigt hat, hat dazu geführt, dass ein bedeutender Anteil des arbeitenden Volkes, das durch den Neoliberalismus plötzlich ohne alles da stand, sich der "Economía Popular"bezeichnet den Wirtschaftssektor, in... weiter