Hintergrund & Analyse (Alle Länder, Soziale Bewegungen)

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US-Rekolonialisierung in Venezuela und Wege des Widerstands

Widerstand oder Kollaboration mit den USA. Plädoyer für einen breiten nationalen Block
Während der vergangenen Monate haben wir mehrfach betont, dass das Ziel der Trump-Regierung die politische, wirtschaftliche und militärische Kontrolle über das Erdöl und die Bodenschätze Venezuelas sowie die Verwaltung der Verhaltensdaten der Bevölkerung war, um ein Regime der vorausschauenden... weiter

Rückkehr zur alten Ordnung in Bolivien

Rassismus, Symbolpolitik und die neue Präsenz der alten Eliten in Bolivien
Nach den Präsidentschaftswahlen im August scheint der politische Wandel vollzogen – doch in der Gesellschaft brechen alte Spannungen auf. In sozialen Netzwerken und Medien entlädt sich offener Rassismus gegen Indigene, auch genährt von Politik und der Medienlandschaft. Während Präsident Rodrigo Paz... weiter

Was passiert gerade in Lateinamerika?

Die Region als Labor, in dem progressive Wellen und rechte Gegenwellen um die politische Zukunft ringen
Eine reaktionäre politische Welle rollt über den Kontinent hinweg. Überall dort, wo die Linken und Progressiven aufgrund eigener Fehler zusammenbrechen (Argentinien, El Salvador, Ecuador, Bolivien, Chile), stürzt sich ein unverhohlener Anti-Egalitarismus auf die kollektiven Erwartungen mit der... weiter

Aktivistin aus Kolumbien: "Ich fühle mich wie eingesperrt"

Interview mit Jani Silva, Kopf der Bauernorganisation Adispa aus dem Süden Kolumbiens
Für Umweltaktivist:innen ist Kolumbien das gefährlichste Land der Welt. Dies belegt der aktuelle Bericht von Global Witness. Angriffe, Einschüchterungen und Morddrohungen sind an der Tagesordnung. In diesem Klima setzt sich die Aktivistin Jani Silva für die Rechte der lokalen Bevölkerung und den... weiter

Ecuador auf dem Weg zur Diktatur unter Noboa

Interne Kriegspropaganda, Austerität und Repression. Die sozialen Kämpfe gehen jedoch weiter
Ecuador befindet sich in einer schweren politischen Krise, deren Ursprung in Regierungsmaßnahmen mit ausgeprägtem Autoritarismus liegt, die das Leben der Land- und Stadtbevölkerung beeinträchtigen. Angesichts verfassungswidrig geltender Gesetze und anderer Zwangsmaßnahmen riefen der Einheitsverband... weiter

Ecuador: 100 Tage Weichenstellen für den Autoritarismus

Daniel Noboa nutzt seine Mehrheit im Parlament zum Staatsumbau in Ecuador
Ecuador steht an einem Wendepunkt. Kaum eine Woche vergeht ohne besorgniserregende Nachrichten. Nach nur 100 Tagen im Amt hat Präsident Daniel Noboa bereits eine Reihe von Gesetzen durch das Parlament gebracht, die seine Macht konzentrieren, die Demokratie angreifen und die Zivilgesellschaft... weiter

Die Krise des MAS und was bevorsteht: Sind 20 Jahren nichts?

Warum die linke MAS bei den Präsidentschaftswahlen gescheitert ist und was Bolivien nach der Stichwahl erwartet
Die Bewegung zum Sozialismus (Movimiento al Socialismo, MAS) erlebt ihre größte Krise seit zwei Jahrzehnten. Sie ist geprägt von innerer Zersplitterung und Korruptionsvorwürfen, die kurz vor den Präsidentschaftswahlen, bei denen ihre verschiedenen Kandidaten klar von den Kandidaten der Rechten und... weiter

"In der Linken sprechen wir seit Langem nicht mehr über Freiheit"

Interview mit der argentinischen Basisaktivistin Candela de la Vega über die Perspektiven der Graswurzelbewegung in Zeiten von Javier Milei
Candela de la Vega ist Aktivistin und feministische Forscherin, Mitglied des Bündnisses "Treffen der Organisationen von Córdoba" (Encuentro de Organizaciones de Córdoba) und Mitglied des Recherchekollektivs Der Llano in Flammen (El Llano en Llamas). Júlia Martí von der Zeitschrift Viento Sur hat... weiter

Indigene Wache in Kolumbien: "Wir wussten, dass die Angriffe kommen würden"

Cric-Vertreter zu Gewalt im Südwesten Kolumbiens, kollektivem Selbstschutz und Schwächungsmanövern gegen die Regierung
Ein Gespräch mit dem politischen Leiter der Guardia Indígena (Indigene Wache) des Regionalen Indigenen Rats vom Cauca (Cric), Oveimar Tenorio. Im Südwesten Kolumbiens eskaliert erneut die Gewalt. Besonders betroffen ist das Departamento Cauca, wo indigene Gemeinden zwischen staatlicher... weiter

"Diktatur des Bergbaus" in Argentinien: Der Widerstand von Andalgalá

Gemeinden kämpfen ums Überleben gegen eine übermächtige Allianz aus Politik, Justiz, Wirtschaft und Medien
Ein zwei Kilometer langes und fast einen Kilometer tiefes Loch klafft in der Bergkette von Andalgalá in den argentinischen Anden. 1997 wurde dort La Alumbrera in Betrieb genommen, das erste Bergbauprojekt in Lateinamerika, das Gold, Kupfer und Molybdän in dieser Größenordnung abbaut. Es markiert... weiter

Die mexikanische liberale Revolution ringt mit ihren Grenzen

Die Regierungspartei Morena "regiert für das Volk, aber nicht mit dem Volk". Licht und Schatten der Regierungen der Vierten Transformation
Präsidentin Claudia Sheinbaum vertieft den sozialen Liberalismus, der ihr Land seit 1917 geprägt hat, aber die Kluft zwischen der gebildeten Elite und der hispanisch-indigenen Mehrheit bleibt intakt. Zeitgleich mit der Ankunft des neuen US-Botschafters in Mexiko und im Vorfeld des bevorstehenden... weiter

Multinationale Konzerne gegen Ernährungssouveränität: Selbst das Saatgut stehlen sie

Bei der Kontrolle des Saatguts wird eine der wichtigsten Schlachten für die Zukunft der Menschheit geschlagen
Während ein Viertel der Menschheit unter Ernährungsunsicherheit leidet, spielt eine kleine Gruppe multinationaler Unternehmen eine nahezu hegemoniale Rolle in der Lebensmittelindustrie. Die transnationalen Unternehmen Syngenta Group aus der Schweiz, Bayer, BASF und KWS aus Deutschland, Corteva aus... weiter

Wohnkooperativen in Paraguay

Eine kollektive und gemeinschaftliche Lösung als Antwort auf die Wohnungskrise
In Paraguay haben tausende Familien Schwierigkeiten, eine menschenwürdige Wohnung zu finden. Dennoch war es vielen Menschen möglich, durch die Zugehörigkeit zu einer Wohnkooperative Zugang zu einer menschenwürdigen und bezahlbaren Wohnung zu bekommen. Der Traum von einer eigenen Wohnung in... weiter

Argentinien: Das "Nein" zu thermischen Kraftwerken in Brandsen hat gesiegt

Anlage birgt Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten Gartenbauregion des Landes
Das Projekt zum Bau thermoelektrischer Kraftwerke in Brandsen (Provinz Buenos Aires) hat in der Öffentlichkeit Ablehnung hervorgerufen und zu Beschwerden über den Mangel an öffentlich zugänglicher Information geführt. Die Anlage birgt die Gefahr der Wasser- und Luftverschmutzung in der größten... weiter

Venezuela: Für Ernährungssouveränität und eine andere Logik der Produktion

Brasiliens MST und die Unión Comunera starten ein Projekt auf der Grundlage der Agroforstwirtschaft
Eine Flagge in den Boden pflanzen und nach sechs Monaten Planung und Vorbereitung mit der Landarbeit beginnen: Mit diesem Ziel arbeitet die brasilianische Landlosenbewegung (Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra, MST) seit dem 13. April in Vergareña beim Anbau von Lebensmitteln nach... weiter