Venezuela und Kolumbien bekräftigen Kooperation

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Santos und Chávez
Santos und Chávez am Montag in Venezuelas Hauptstadt Caracas

Caracas. Mit der Unterzeichnung von umfangreichen Abkommen treiben Venezuelas Präsident Hugo Chávez und sein Amtskollege Manuel Santos aus Kolumbien die Zusammenarbeit der lange zerstrittenen Nachbarn weiter voran. Die südamerikanischen Staatschefs verabschiedeten am gestrigen Montag (Ortszeit) in Venezuelas Hauptstadt Caracas unter anderem neue Handelsabkommen und eine Industrie-Kooperation bei der Verarbeitung von Aluminium und Stahl, speziell für den Hausbau. Auch die Pläne einer gemeinsamen Ölpipeline von Venezuela über Kolumbien bis zum Pazifik konkretisierte eine Kommission aus Vertretern beider Länder, berichtet der lateinamerikanische Nachrichtensender Telesur.

Im Vorfeld des am Wochenende stattfindenden Gründungsgipfels der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) in Caracas bekräftigten beide Präsidenten bei ihrer vierten bilateralen Zusammenkunft den Willen zu einer stärkeren wirtschaftlichen und sozialen Integration sowohl untereinander als auch mit ganz Lateinamerika.

Die Beziehungen der Nachbarstaaten hatten sich seit dem ersten Treffen von Chávez und Santos kurz nach dessen Amtsantritt im August 2010 stetig verbessert. Zuvor waren durch die damaligen diplomatischen Spannungen zwischen Chávez und Santos Amtsvorgänger Álvaro Uribe die Beziehungen weitgehend auf Eis gelegt.

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