Peru / USA / Umwelt

Ein Drittel der Holzexporte aus Peru in die USA sind illegal

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Besonders Indigene drängen auf den Schutz von Wäldern und Wildtieren
Besonders Indigene drängen auf den Schutz von Wäldern und Wildtieren

London/Washington. Rund 35 Prozent der aus Peru in die USA exportierten Mahagoni- und Zedernhölzer stammen aus illegalem Holzschlag. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie über die entsprechenden Exporte zwischen Januar 2008 und Mai 2010, die von der in London ansässigen Umweltschutzorganisation Environmental Investigation Agency (EIA) vorgestellt wurde.

Die illegalen Exporte gefährden nicht nur die peruanischen Wälder im Amazonasgebiet und die Biodiversität, sondern könnten durch die Bestimmungen des Freihandelsvertrages zwischen Peru und den USA auch juristische Konsequenzen haben.

Besonders gravierend an den von der EIA veröffentlichten Informationen ist, dass sich der Prozentsatz nur auf die Holzexporte in die Vereinigten Staaten bezieht. Von den 305 im genannten Zeitraum erteilten Genehmigungen betrafen 112 Hölzer illegalen Ursprungs. Auf Grund dieser Praxis verliert Peru ungefähr 250 Millionen US-Dollar pro Jahr. Das Geld könnte genutzt werden, um Projekte zum Schutz und zur Wiederaufforstung der Wälder durchzuführen.

Die indigene Organisation zum Schutz des peruanischen Urwalds AIDESEP hat der Regierung und dem Parlament vorgeschlagen, einige Artikel des Gesetzes zum Schutz der Wälder und der Wildtiere zu ändern, um die Exporte besser zu überwachen und dem illegalen Handel Einhalt gebieten zu können.

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