Kuba / Politik

Feiern zum Beginn des 60. Jahres der Revolution in Kuba

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Collage der Nachrichtenagentur Prensa Latina zum 59. Jahrestag der Revolution
Collage der Nachrichtenagentur Prensa Latina zum 59. Jahrestag der Revolution

Havanna. In Kuba haben zahlreiche Menschen zum Jahreswechsel des Jahrestages der Revolution 1959 gedacht, mit der die von den USA gestützte Diktatur von Machthaber Fulgencio Batista beendet worden war. Nach dem Tod von Revolutionsführer Fidel Castro Ende November 2016 und dem angekündigten Rückzug von Staats- und Regierungschef Raúl Castro in diesem Jahr stehen der sozialistischen Führung größere Umbrüche hervor.

Staatliche Medien in Kuba betonten nun, dass der Prozess der "Entwicklung und Verbesserung des Sozialismus" fortgeführt würde. Sie erteilten damit andauernden Forderungen aus dem Ausland nach einem Systemwechsel in Kuba eine Absage. Entsprechende Positionen vertreten historisch die USA, aber auch verbündete Staaten sowie die Europäische Union.

Im Jahr 2017 hatte Kuba vor allem die zunehmend aggressive Haltung der US-Regierung unter Präsident Donald Trump beschäftigt. Seine Präsidentschaft habe einen "Rückschritt in den bilateralem Beziehungen nach einer Phase der Annäherung“ bedeutet", schrieb die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina. Unter Ex-Präsident Barack Obama hatten beide Länder erstmals wieder Gespräche aufgenommen.

Für große Herausforderungen sorgte im September der heftige Wirbelsturm Irma. Der Hurrikan mit Windstärken von bis zu fünf auf der Saffir-Simpson-Skala richtete Verwüstungen in zwölf der 15 Provinzen des Landes an. Obwohl das Land nach wie vor unter den wirtschaftlichen Folgen leidet, wurden viele Schäden von der Bevölkerung, Nachbarschaftskomitees und staatlichen Kräften rasch behoben.

Die seit Jahrzehnten bestehende US-Blockade und immer wiederkehrende Naturkatastrophen sind damit weiterhin die größten Hemmnisse für die kubanische Wirtschaft. Im Jahr 2016 wies sie dennoch ein leichtes Wachstum von 1,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes auf. Dafür sorgte zum einen das Tourismusgeschäft, aber auch ein Aufschwung des Transportgewerbes, der Telekommunikation, der Landwirtschaft und des Bauwesens.

Kubanische Medien betonten, dass die Sozialleistungen für die gesamte Bevölkerung in Kuba trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen weiterhin kostenfrei angeboten würden. Dies sei ein Prinzip der Kubanischen Revolution, die am 1. Januar ihren 60. Jahrestag feiert.

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