Ecuador kündigt Beitritt zur Pazifik-Allianz an

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Ecuadors Minister für Außenhandel, Pablo Campana, hat auf einer Konferenz für Investoren den Beitritt zur Pazifik-Allianz angekündigt
Ecuadors Minister für Außenhandel, Pablo Campana, hat auf einer Konferenz für Investoren den Beitritt zur Pazifik-Allianz angekündigt

Quito. Die neoliberale Ausrichtung der Wirtschaftspolitik Ecuadors setzt sich mit der Ankündigung, der Pazifik-Allianz beizutreten, unvermindert fort. Der Minister für Außenhandel, Pablo Campana, erklärte bei einer Veranstaltung unter dem Titel "Investieren in die Zukunft Ecuadors" der Organisation Americas Society/Council of the Americas (Ascoa) vor nationalen und internationalen Investoren in Quito, dass sich aus der beabsichtigen engeren Zusammenarbeit mit Mexiko auch zwangsläufig der Beitritt zu diesem Freihandelsabkommen ergeben müsse.

Campana sagte, Ecuador sei zu einem Treffen der Mitgliedsländer der Allianz im Juli eingeladen, um zunächst ein Abkommen mit Mexiko zu schließen und im Anschluss bald möglichst in die Freihandelszone aufgenommen zu werden. "Wir müssen unsere Beziehungen zu Mexiko stärken. Wenn wir keine Freihandelsabkommen mit den einzelnen Mitgliedern der Pazifik-Allianz haben, können wir ihr auch nur schwer beitreten, aber dahin werden wir gehen."

Bereits im Februar hatte die Regierung von Präsident Lenín Moreno entsprechende Pläne angekündigt und erklärt, einen Beitritt prüfen zu wollen. In der Zwischenzeit hatte auch der unterlegene rechte Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im vergangenen Jahr, der Bankier Guillermo Lasso, Moreno zu diesem Schritt aufgefordert. Dieser erklärte nun auf der Veranstaltung, ein Beitritt sei eine "Folge der Politik der vorherigen Regierung, weil deren Plan gescheitert ist." Sein Vorgänger Rafael Correa hatte einen Anschluss noch kategorisch ausgeschlossen, da seiner Überzeugung nach Freihandelsabkommen zu keiner nachhaltigen Entwicklung führen könnten und unter anderem soziale Ungleichheit begünstigten.

Der im Jahr 2012 gegründeten Pazifik-Allianz gehören bisher als Vollmitglieder Chile, Peru, Kolumbien und Mexiko an. Mehrere Länder haben einen Beobachterstatus, unter anderem Australien, Neuseeland und Japan. Auch Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay streben eine engere Zusammenarbeit an.

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