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Order von Trump: Hotelkonzern Marriott muss Kuba verlassen

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Das Four Points By Sheraton Havana Hotel in Kubas Hauptstadt
Das Four Points By Sheraton Havana Hotel in Kubas Hauptstadt

Havanna. Das Tourismusunternehmen Marriott International muss Kuba vor dem 31. August verlassen, nachdem die amtierende US-Regierung unter Präsident Donald Trump eine Betriebsgenehmigung für den sozialistischen Inselstaat nicht erneuern will.

Die Betreiber des Four Points Sheraton-Hotels in Havanna erhielten den Hinweis, dass ihre von Washington ausgestellte Lizenz nicht verlängert werde, sagte eine Sprecherin der Gruppe gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Marriott ist der einzige US-amerikanische Anbieter im Tourismussektor der Insel. Möglich ist dies aufgrund einer Lizenz aus dem Jahr 2016. Damals hatte US-Präsident Barack Obama die 1961 unterbrochenen diplomatischen Beziehungen zu Kuba wieder aufgenommen.

Seit der Übernahme der Amtsgeschäfte durch Donald Trump wurde die Blockade gegen das Karibikland jedoch wieder verstärkt. Trump knüpfte damit an eine Politik an, die mittlerweile sechs Jahrzehnte währt.

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Nach Angaben von Reuters teilte das US-Finanzministerium dem Unternehmen auch mit, dass "es nicht erlaubt sei, weitere Hotels in Kuba zu eröffnen, die sich in Vorbereitung befinden".

Die US-amerikanische Firma Starwood, die später von Marriott übernommen wurde, hatte im März 2016 die Leitung des Fifth Avenue Hotels übernommen, das später in das Four Points Sheraton umgewandelt wurde.

Mit der Maßnahme gegen die Marriott-Gruppe könne Trump mehr Unterstützung der großen kubanisch-amerikanischen Exilgemeinde in Florida mobilisieren, einem Staat, der als entscheidend für seine Wiederwahlchancen im November angesehen wird, schrieb die US-Tageszeitung Washington Post. Weder das Finanzministerium noch das Außenministerium antworteten auf eine Bitte der Zeitung um Stellungnahmen.

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