Hintergrund & Analyse

Aktive Filter: Militär (zurücksetzen)

In Paraguay ist der Wechsel möglich

Mit Versprechungen hält sich der Kirchenmann zurück, aber Fernando Lugos Chancen, Präsident zu werden, stehen gut: Er könnte die 61jährige Herrschaft der Colorado-Partei brechen.
Am Fußballplatz des beschaulichen Vorortviertels stoppt die Autokarawane. Der Kandidat springt vom Pickup herunter, er begrüßt die jugendlichen Kicker und ihren Trainer mit Handschlag, macht für die Fotografen ein paar Kopfbälle. Dann lacht er, sitzt wieder auf, unter Hupen setzt sich der Pulk... weiter

Vom Helden zum Verräter?

Das antikubanische Exil zeichnet venezolanischen Exgeneral und Chávez-Befreier Raúl Baduel aus
Sechs Jahre ist es her, dass am 11. April 2002 eine Allianz aus rechten Militärs, Politikern und Kirchenoberen gegen den venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez putschte. Nach drei Tagen war der Staatsstreich gescheitert. Die Massendemonstrationen in den Großstädten des Landes bewegten die loyalen... weiter

"Unsere Revolution ist eine friedliche Revolution"

Vor sechs Jahren wurde in Venezuela der Putsch gegen Präsident Chávez niedergeschlagen. Ein Gespräch mit Botschafterin Blancanieve Portocarrero
Vor sechs Jahren wurde in Venezuela ein Putschversuch gegen die Regierung von Präsident Hugo Chávez niedergeschlagen. Was bedeutet dieser Tag für Sie heute? Der 13. April ist einer der wichtigsten Tage für das venezolanische Volk und für die Völker Lateinamerikas. Der Umstand, dass... weiter

"Hugo Chávez irrt sich"

Die Gewaltakte der Guerilla-Bewegung FARC haben nichts mit einem revolutionären Kampf zu tun. Die lateinamerikanische Linke muss sich von ihr distanzieren, sagt der kolumbianische Senator Petro
Herr Petro, wie steht es um den "humanitären" Austausch von FARC-Geiseln und inhaftierten Guerilleros in Kolumbien? Gustavo Petro: Wir sind genauso weit wie vor sechs Jahren. Die FARC wollen, dass die Regierung Uribe ein Gebiet räumt, um darüber zu verhandeln, und die Regierung... weiter

Wo sind die Alternativen?

In Caracas wurde die informelle Ökonomie verboten, ohne dass die versprochene Umsiedlung der Straßenhändler erfolgte
Caracas" Bürgermeister Freddy Bernal verfolgt eine Neuordnung der Stadt mit "sozialistischer Vision". Das heißt für ihn, das Recht auf Bewegungsfreiheit der Hauptstadtbewohner per Gesetz gegen das Recht auf Arbeit von ambulanten Straßenhändlern durchzusetzen. Diese verlieren durch Bernals Maßnahme... weiter

Nach dem Referendum ist vor der Wahl

Chàvez gibt Korrekturen innerhalb des bolivarianischen Prozesses bekannt
Das verlorene Referendum über die Verfassungsreform im Dezember letzten Jahres hat Spuren hinterlassen. Der bolivarianische Prozess wird zunächst mit gedrosseltem Tempo weitergeführt. Die Regierung will 2008 verstärkt die Alltagsprobleme der Menschen lösen. Die Opposition sieht sich im Aufwind und... weiter

Provisorische Parteigründung

Vereinte Sozialistische Partei Venezuelas aus der Taufe gehoben
Zwei Monate lang tagte der Gründungskongress der neuen Vereinten Sozialistischen Partei Venezuelas (PSUV). Am 9. März wurde die Gründung mit der Wahl des provisorischen Vorstands abgeschlossen, der aus altbekannten Gesichtern besteht. Im Hinblick auf die im November stattfindenden Regionalwahlen... weiter

Blick hinter Chávez

30 Studierende des SDS haben Venezuela bereist. Sie sahen die Erfolge der Bewegung und die Gefahr, dass der linke Reformprozess stecken bleibt
Eine Jubel-Tour sollte die Reise der 30-köpfigen Studierendendelegation von Linke.SDS nach Venezuela nicht werden. In den drei Wochen wollten wir uns nicht nur die Vorzeigeprojekte der Regierung anschauen, sondern uns auch mit den Schwierigkeiten und Widersprüchen in Venezuela auseinandersetzen und... weiter

Destabilisierung durch Sabotage, Mord und Rauschgift

Paramilitärische Einheiten aus Kolumbien sickern immer häufiger nach Venezuela ein
Ein direkter militärischer Angriff ist nicht unbedingt der effektivste Weg, um eine ungeliebte Regierung in einem Nachbarland loszuwerden. Ein Truppeneinmarsch kann schnell ins Auge gehen, wenn das angegriffene Land militärisch darauf vorbereitet ist - außerdem macht es sich in der... weiter

Bereit für den Ernstfall

Venezuelas Streitkräfte werden modernisiert und für die asymmetrische Kriegsführung umorganisiert
Am liebsten würde die US-Regierung als erstes das kommunistische Gespenst ausmerzen, das seit 50 Jahren auf Kuba umgeht. Da sie sich im Kampf gegen Kuba bisher aber nur eine blutige Nase geholt hat, könnte zunächst das bolivarische Gespenst dran sein, das vorwiegend in Venezuela, aber auch in... weiter

"Wir müssen streng mit uns sein"

Rede von Raúl Castro Ruz, Präsident des Staats- und Ministerrats Kubas, zum Abschluss der konstituierenden Sitzung der Nationalversammlung in der 7. Legislaturperiode. Gehalten im Palacio de las Conve
Genossen und Genossinnen, der Auftrag des Volkes für diese Amtszeit ist klar: In einem historischen Moment die Revolution weiter zu stärken, was es notwendig macht, dialektisch und schöpferisch zu sein, wie es uns der Genosse Fidel in seinen bedeutenden Überlegungen vom 14. Januar eingeschärft hat... weiter

"Das chinesische Modell ist kein Weg für Kuba"

Ein Kongress von Wirtschaftswissenschaftlern diskutierte in Havanna über Alternativen zur neoliberalen Globalisierung. Ein Gespräch mit Elmar Altvater
Sie haben in Havanna am Kongreß "Globalisierung und Entwicklung" teilgenommen. Welche Erkenntnisse haben Sie gewonnen? Für mich war der atmosphärische Aspekt wichtig. In Europa stünden bei einem solchen Kongress neoliberale Positionen im Vordergrund, und das in einer relativ... weiter

Kuba ist nicht allein

Nach seinem Rücktritt befindet sich Fidel Castro an der Spitze der vierten Gewalt
Paris/Havanna. In einem von der kubanischen Tageszeitung Granma am 19. Februar in Havanna veröffentlichten Brief kündigte Fidel Castro das Ende seiner langen und außergewöhnlichen politischen Laufbahn an - indem er den Verzicht auf eine erneute Kandidatur für das Präsidentenamt... weiter

Rafael Correa

Fidel Castro schreibt über den ecuadorianischen Präsidenten
Havanna. Ich kann mich an seinen Besuch erinnern, es war einige Monate vor der Wahlkampagne, bei der er sich als Präsidentschaftskandidat für Ecuador aufstellen lassen wollte. Er war Wirtschaftsminister der Regierung von Alfredo Palacio gewesen, einem Chirurgen mit beruflichem... weiter

"Kolumbien lügt, diffamiert und beleidigt"

Erklärung des Außenministeriums Venezuelas zu dem militärischen Eindringen Kolumbiens auf ecuadorianisches Gebiet
Der Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela, Hugo Chávez Frías, hat am Sonntag, 2. März, den Abzug des diplomatischen Personals und die Schließung der venezolanischen Botschaft in Kolumbien angeordnet, nachdem die Streitkräfte dieses Landes in Ecuador eingedrungen waren, wobei der Comandante... weiter