Hintergrund & Analyse (Alle Länder, Kultur)

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Eine Agenda für das Internet der Bürger

Die Mehrheit der Interaktionen im Internet konzentriert sich auf große Plattformen unter der Kontrolle einiger Mega-Konzerne. Das Bürgerinternet ist zunehmend marginalisiert
Das Internet ist praktisch allgegenwärtig und wir sind es, die ihm Leben und Inhalte geben. Hat es Sinn, einfach weiterhin nur Nutzer der Dienste zu sein, die die großen Firmen dieses Sektors uns anbieten, zu ihren Bedingungen? Oder müssen wir uns einmischen in diese Entwicklung und die Fähigkeit... weiter

Argentinien unter Macri: "Die Regierung missachtet die Vergangenheit"

Der argentinische Autor Sergio Raimondi analysiert im Gespräch mit dem Publizisten Peter B. Schumann die einschneidenden Veränderungen im Land
Monatelang haben die Dozenten von Schulen und Hochschulen für eine angemessene Entschädigung für die galoppierende Inflation und die drastischen Preiserhöhungen und eine gründliche Bildungsreform demonstriert. Zu Hunderttausenden protestierte die Bevölkerung, als die Regierung begann, die... weiter

Besetzungen für Bildung in Brasilien

Schüler trotzen konservativer Regierung. Besuch einer besetzten Schule in Rio de Janeiro
In ganz Brasilien halten Schüler öffentliche Schulen im Protest gegen die neue konservative Regierung und den Bildungsnotstand besetzt. Die Aktionen finden auch Zuspruch seitens vieler Lehrer, Eltern sowie großer Teilen der Zivilgesellschaft. Besuch einer besetzten Schule in Rio de Janeiro. Tijuca... weiter

"Die Opfer sagen, dass dieser Film sie ernst nimmt"

Florian Gallenberger und Daniel Brühl über "Colonia Dignidad", die Vereinbarkeit von Politik und Unterhaltung sowie notwendige Debatten über Geschichte
Florian Gallenberger ist Regisseur, Autor und Produzent. Er wurde 1972 in München geboren und studierte 1992 bis 1998 an der renommierten Hochschule für Fernsehen und Film seiner Heimatstadt. Für seinen in Mexiko gedrehten Abschlussfilm "Quiero ser" (1999) gewann Gallenberger zahlreiche Preise,... weiter

Kuba, Kommunismus und die Kirche

Ein kurzer Abriss über das Verhältnis zwischen dem sozialistischen Staat und Religionen seit der Revolution 1959
Der dritte Besuch eines Papstes in Kuba binnen relativ weniger Jahre wirft ein Schlaglicht auf die Rolle des Vatikans in dem sozialistischen Karibikstaat und auf das Verhältnis zwischen dem kubanischen Sozialismus und der Religion im Allgemeinen. Hervorzuheben ist: Das Verhältnis zwischen Staat und... weiter

Land und Territorium für die Entwicklung des Vivir Bien

Die Umsetzung der Menschenrechte sowie wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Rechte ist schwer vorstellbar, ohne dabei den Anspruch auf die Nutzung des Bodens zu bedenken
"Die Agrarreform ist eine moralische Verpflichtung der Regierungen" – Papst Franziskus "Wir müssen das uns von den Unternehmen der Agrarindustrie auferlegte Agrarmodell bezwingen. Es wird vom internationalen Finanzkapital unterstützt, basiert auf gentechnisch veränderten Monokulturen, setzt massiv... weiter

Kolumbien in den Augen eines Künstlers – Graffiti in Bogotá

Bogotás Graffiti-Szene ist eine der aktivsten der Welt. In der kolumbianischen Hauptstadt gibt es kaum eine Wand, die keine Botschaft trägt
Kolumbiens Hauptstadt Bogotá ist wie das ganze Land voller spannender Gegensätze. Freundlich und rau, wird man doch herzlich empfangen und gleichzeitig von der Hektik der Stadt beinahe überrollt. Bogotá ist reich und arm zugleich. Hier befinden sich die Hochhäuser der Banken, Fluggesellschaften und... weiter

Friedliches Zusammenleben in der Araucanía? Nur ein Mythos der Sieger

"Monumento a la Araucanía", Plaza de Armas, Temuco
Debatte über ein Monument für Mitglieder der Mapuche, Indigene aus der Region Araucanía, die während der chilenischen Diktatur ermordet wurden und "verschwanden"
Sie waren mehr als bloße Zahlen oder Namen, sie waren Menschen und träumten von einer besseren Gesellschaft: die unter der chilenischen Diktatur ermordeten Mapuche. Dies will die Organisation AID Mapuche mit ihrem geplanten Monument zeigen. Das Monument ist in Form und Anliegen neu in der... weiter

Das Janusgesicht der Ethnizität

Ethnische Identitätspolitik zwischen Emanzipation und Unterdrückung
"Spanier", "Indianer" und "Schwarze". Die ethnische Hierarchie der Gesellschaft war ein zentrales Merkmal kolonialer Herrschaft in Lateinamerika. Die indigenen Bewegungen der 1990er-Jahre haben ethnische Differenz wiederum zum Kern ihrer Forderung nach gesellschaftlicher Anerkennung gemacht. Welche... weiter

Eine lateinamerikanische Berlinale

Auf der diesjährigen Berlinale sind über 50 lateinamerikanische Filme zu sehen. Zehn Tage lang wird Berlin zur Spielstätte von Spiel- und Dokumentarfilmen aus aller Welt. Das lateinamerikanische Kino ist dieses Jahr in allen Programmsektionen der Berlinale stark vertreten
Auf der diesjährigen Berlinale werde man wohl mehr Spanisch als Deutsch sprechen, witzelte Festivaldirektor Dieter Kosslick auf der Pressekonferenz für ausländische Medien und bezog sich damit auf die starke Präsenz Lateinamerikas beim internationalen Filmfestival. Über 50 Filme und Produktionen... weiter

"Wir sind nicht ursprünglich von hier"

Eine Foto- und Videoreportage über Afrobolivianer zwischen Anerkennung, Monarchie und Diskriminierung. Die Gemeinden leben von der Landwirtschaft und kultivieren die Coca-Pflanze
Schotterstraßen, Serpentinen und steile Berghänge. Der 160-Einwohner-Ort Tocaña liegt rund drei Autostunden von La Paz entfernt im subtropischen Norden Boliviens. Die kleine Häusersiedlung erstreckt sich auf einem mächtigen grünen Hügel voller Vegetation: Lemongras und Lianen wuchern an den... weiter

Gespräch in Havanna

Ignacio Ramonet in seiner monatlichen Kolumne über sein letztes Treffen mit García Márquez
Man hatte mir gesagt, dass er sich in Havanna aufhalte, aber niemanden sehen wolle, da er krank ist. Ich wusste, wo er üblicherweise wohnt: in einem wunderschönen alten Haus, weit vom Stadtzentrum entfernt. Ich rief einfach an und Mercedes, seine Frau, zerstreute meine Bedenken. Voller Wärme sagte... weiter

Argentinische Politik als Hintergrund für große Theorien. Zum Tod von Ernesto Laclau

Ernesto Laclau galt als einer der großen Intellektuellen Lateinamerikas und Mitbegründer des Post-Marxismus
Bis zum letzten Moment standen Wissenschaft und Politik im Mittelpunkt seines Lebens. Ernesto Laclau sollte am vergangenen Sonntag, auf Einladung des argentinischen Botschafters in Spanien, eine Konferenz in Sevilla eröffnen. Nach einem morgendlichen Bad und einem Spaziergang wurde er in seinem... weiter

Mehr private Akteure im kubanischen Bildungssystem

Der öffentlichen und kostenlosen Bildung ist es nicht gelungen, die seit Beginn der Wirtschaftskrise der 90er Jahre verlorene Qualität zurück zu gewinnen
Das staatliche Bildungsmonopol teilt sich zunehmend das Feld der Bildung mit privaten Akteuren, die Unterrichtsschwächen entgegenwirken oder angesichts der Wirtschaftsreformen notwendige Kenntnisse wie zur Führung von Geschäften vermitteln. "Heutzutage reicht die Schule nicht mehr aus", sagt Raiza... weiter

"Bachelet wird mit politischer Instabilität zu kämpfen haben"

Interview mit Melissa Sepúlveda, Präsidentin der Studentenföderation der Universität Chile
Die neugewählte Präsidentin der Studentenföderation der Universität Chile (Fech), Melissa Sepúlveda Alvarado, hat bei den letzten Präsidentschafts- und Parlamentswahlen nicht mit abgestimmt. Sie ist der Meinung, dass die politische Institutionalisierung die Bevölkerung daran hindert, ihre Rechte... weiter