Hintergrund & Analyse (Brasilien, Wirtschaft)

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Die gewaltvolle Prekarität der Arbeitskräfte in Brasilien

Nachdem die Regierung die Nothilfe gestoppt hat, müssen Millionen Familien neue Wege für ein Einkommen zum Überleben suchen
Seit einiger Zeit warnt der Soziologe Ricardo Antunes die politische Klasse, Akademiker, die Presse und die brasilianische Gesellschaft im Allgemeinen vor dem beschleunigten Prozess der Verunsicherung und Verschlechterung, den die Arbeitskräfte dieses Landes erleben. In seinem Buch Das Privileg der... weiter

Brasilien: Die agrarökologische Bewegung kämpft für ein Leben ohne Agrargifte

Die Entwicklung in Südbrasilien hin zu mehr Unabhängigkeit und gesunder Ernährung ist gefährdet. Die Lage für Indigene, Landlose und Kleinbauern ist bedrohlich
Im Bundesstaat Paraná in Südbrasilien hat sich eine kleinbäuerliche, agrarökologische Landwirtschaft entwickelt, die Familien mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt, ohne Einsatz von Pestiziden und chemischen Düngemitteln. In dieser Region ist dies nicht einfach, denn wie auch in anderen Teilen... weiter

COP25: Was versteht man unter "Finanzialisierung" der Natur?

Gemeinschaftsgüter wie Wasser, Mineralien, Boden, Luft, biologische Vielfalt werden zu Finanzprodukten
"Finanzialisierung der Natur" ist ein neuer Begriff, der bedeutet, dass alles finanziell bestimmt wird, was nur wirtschaftlich und umweltsoziologisch sein sollte. Nicht alles, was ökonomisch ist, ist finanziell. Aber leider ist alles, was finanziell bestimmt ist, auch ökonomisch bestimmt. Wenn... weiter

Objekt der Begierde: Das Amazonas-Gebiet in Brasilien

Das Modell der Ausplünderung der Erde und der räuberischen Entwicklung muss durch eines ersetzt werden, das die Interessen der Gesellschaft und der Natur wahrt
Die Amazonasregion steht wegen der verheerenden Waldbrände und der fragwürdigen Umweltpolitik von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die "Lunge der Welt" war immer Objekt der Begierde und des Streits seitens der großen kapitalistischen Mächte, weil sie den größten... weiter

Vila Nazaré in Brasilien: Ein Stadtviertel im Widerstand

Die deutsche Fraport AG lässt die Bewohner räumen, um die Landebahn des Flughafens von Porto Alegre zu verlängern
Ein Haufen an Brettern, blau gestrichene und naturhölzern, Unmengen an Ziegelsteinen, ein alter Herd, unbrauchbar geworden, Kleidungsstücke, zerrissen und zerfasert von Wind und Wetter und herumstreunenden Tieren auf der Suche nach Nahrung, und ein Stuhl obenauf krönt diese letzte Erinnung an ein... weiter

Brasilien: Der Hauptverdächtige und sein Kumpan

Die Polizei von Rio ist in schwerste Verbrechen involviert. Eine Geschäftsanbahnungsreise soll deutschen Firmen Geschäfte auf dem Feld der "zivilen Sicherheitstechnologie" eröffnen
Der Skandal um den Mord an der populären linken Politikerin Marielle Franco aus Rio de Janeiro wirft ein Schlaglicht auf eine vom Bundeswirtschaftsministerium geförderte Geschäftsanbahnungsreise in der nächsten Woche. Die Reise soll interessierten deutschen Unternehmern Geschäfte auf dem Feld... weiter

Bolsonaro und die neue Umweltpolitik Brasiliens

Bolsonaro
Umweltschützer weltweit sind besorgt über die politischen und institutionellen Umwälzungen der Regierung zu Lasten der Umwelt, des Klimas und von Indigenenrechten
Seit der ultrarechte Jair Messias Bolsonaro (Sozialliberale Partei-PSL) am 1. Januar 2019 sein Amt als Präsident Brasiliens angetreten hat, weht in dem größten Land Lateinamerikas ein neuer Wind. Bereits im hitzigen Wahlkampf vergangenen Herbst hatte Bolsonaro Drohungen gegen Umweltschützer... weiter

Umweltverbrechen in Brasilien: "Der Vale-Konzern muss gestoppt werden"

Für 25 Stauanlagen des Vale-Konzerns in Minas Gerais konnte bereits 2015 die Stabilität nicht mehr garantiert werden. Und die Dämme, die jetzt in Brumadinho gebrochen sind, zählten noch nicht einmal dazu
Im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais ist am 25. Januar in der Nähe der Kleinstadt Brumadinho ein Damm eines Rückhaltebeckens für die Erzschlammreste der Mine Córrego do Feijão gebrochen. Erste Schätzungen gehen von mehreren Millionen Kubikmeter Erzschlamm aus, der den Damm des ersten... weiter

Bundeswirtschaftsministerium: "Jetzt auf Brasilien setzen"

Die deutsche Wirtschaft beobachtet die Präsidentschaft des ultrachten Bolsonaro mit großer Aufmerksamkeit und prinzipiell hoffnungsvoll
Das bundesdeutsche Wirtschaftsministerium wirbt nach dem Amtsantritt des ultrarechten Präsidenten Jair Messias Bolsonaro in Brasilien für eine Ausweitung der Geschäfte mit dem Land. Bolsonaros Regierung werde wohl "erleichterte Investitions- und Handelsbedingungen für ausländische Unternehmen"... weiter

Brasilien: Der Chicago Boy und sein Präsident

Die Pläne von Bolsonaros künftigem Superminister Paulo Guedes erinnern an die Wirtschaftspolitik der Diktatur in Chile
Deutsche Wirtschaftskreise geben sich mit Blick auf den künftigen brasilianischen Präsidenten Jair Messias Bolsonaro hoffnungsfroh und verweisen dazu auf das Wirtschaftsprogramm seines Superministers in spe, Paulo Guedes. Guedes wirkte zur Zeit des Militärregimes von Augusto Pinochet als Dozent an... weiter

Ultrarechter Bolsonaro – Zögling des Militärs in Brasilien

Seit 2014 bauen brasilianische Militärs den rechten Präsidentschaftskandidaten auf. Datensätze des jüngsten WhatsApp-Skandal stammen aus Quellen der Armee.
Laut Informationen aus brasilianischen Militärkreisen arbeiten ranghohe Militärs seit Jahren an einem Plan, ihren Einfluss auf die Regierung zu sichern. Der Sieg eines rechts-nationalistischen Kandidaten ist Teil davon und der Präsidentschaftsanwärter Jair Bolsonaro dabei ihr Vehikel. Die im... weiter

"Das Brasilien von Bayer. Das Brasilien von Monsanto"

Rede von Alan Tygel von der brasilianischen Permanenten Kampagne gegen Agrargifte bei der Jahreshauptversammlung der Bayer AG
Am 25. Mai 2018 war Alan Tygel von der brasilianischen Permanenten Kampagne gegen Agrargifte und für das Leben (Campanha Permanente Contra os Agrotóxicos e Pela Vida) auf Einladung der Kritischen Aktionäre auf der Jahreshauptversammlung der Bayer AG am 25. Mai 2018 in Bonn Sehr geehrte Damen und... weiter

Brasilien: Rückfall in brutale Zeiten

Die zunehmende politische Gewalt in Brasilien geht in erster Linie auf das Konto der übermächtigen Agrarlobby
Der Beitrag von Anne Vigna erschien zuerst in der Le Monde diplomatique vom 9. Mai 2018 Fast zwei Jahre ist es her, dass die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff vom Bundessenat ihres Amts enthoben wurde. Seit diesem Vorgang, den die Linke von Anfang an als "parlamentarischen Putsch"... weiter

Brasilien: Ein Putsch im Putsch

Ein Schlag folgt dem anderen, die neue fremdenfeindliche Rechte, die militärische Partei und eine düstere Zukunft
Brasilien, das wichtigste Land Südamerikas, die sechstgrößte Wirtschaft der Welt, wird bis in seine Grundfesten erschüttert. Der zweimalige Präsident Luis Inácio Lula da Silva, 72 Jahre alt, ringt in einer schwierigen juristischen Schlacht um seine Präsidentschaftskandidatur und seine Freiheit.... weiter