Nachrichten (Brasilien, Umwelt)

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Anstieg der Kindersterblichkeit bei Yanomami-Indigenen in Brasilien

In den vergangenen Jahren starben immer mehr indigene Kinder. Fehlende medizinische Versorgung und illegaler Bergbau werden als Gründe genannt
Boa Vista. Die Yanomami-Indigenen machen nur 0,013 Prozent der brasilianischen Bevölkerung aus, trotzdem haben sie einen Anteil von sieben Prozent an der landesweiten Kindersterblichkeitsrate. Allein in den Jahren 2019 und 2020 starben nachweislich 24 Yanomami Kinder im Alter... weiter

Holzeinschlag in Brasilien dringt in unberührten Kern des Amazonasgebietes vor

Zwischen August 2019 und Juli 2020 wurden 464.000 Hektar abgeholzt. Fortschreitende Walddegradierung weiteres, bislang wenig beachtetes Problem
Belém. Einer neuen Satelliten-gestützten Studie des Simex-Netzwerks zufolge dringt der illegale Holzeinschlag von den Randgebieten immer tiefer in das Kernzone des amazonischen Regenwaldes ein. Eine Allianz der vier gemeinnützigen brasilianischen Umweltorganisationen Imazon,... weiter

Argentinien, Brasilien und Paraguay von schwerer Dürre im Paraná-Becken betroffen

Trinkwasser- und Energieversorgung, Schiffsverkehr und Landwirtschaft sind gefährdet. Zu den Ursachen gehören auch Klimawandel und massive Abholzungen
Asunción/Brasília/Buenos Aires. Der Schiffsverkehr in Paraguay auf dem für den Waren- und Gütertransport zentralen Paraná-Fluss ist wegen der Dürre im Großraum des Wassereinzugsgebiets des Paraná nahezu zum Erliegen gekommen. Daher einigten sich Paraguay, Argentinien und Brasilien... weiter

Brasilien: Angriffe mit Schusswaffen und Gasbomben auf Yanomami

Bereits vier Angriffe. Auch Kinder unter den Toten. Angst vor erneutem Massaker und Forderung nach Schutz
Boa Vista. Bereits zum vierten Mal in diesem Monat fordern die Yanomami, das größte indigene Volk des brasilianischen Amazonas, Hilfe vom Staat. Seit elf Tagen kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Minenarbeiter:innen. Diese versuchen in die Gebiete der Indigenen... weiter

Bolsonaro militarisiert Umweltschutz in Brasilien

Präsident entmachtet Umweltbehörde Ibama und will Militärpolizei gegen Rodungen einsetzen. Ermittler zeigt Umweltminister Salles wegen Schutz von Holzfällern an
Brasília. Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro will die Polizei in den Amazonas schicken. Die Policía Militar (PM) soll die Umweltschutzbehörde Ibama im Kampf gegen illegale Rodungen unterstützen. Zu diesem Zweck beabsichtigt die brasilianische Regierung neue Mittel... weiter

Neue gefährliche Pestizide in Brasilien legalisiert

Mit der Genehmigung 33 weiterer Pestizide erreicht die Regierung Bolsonaro einen Rekord bei der Ackergift-Zulassung binnen 28 Monaten
Brasília. Die 28 Monate Amtszeit von Präsident Jair Bolsonaro ist von einer anhaltenden Welle der Genehmigung neuer Pestizide gekennzeichnet, die den brasilianischen Markt überschwemmen (amerika21 berichtete mehrfach). Viele davon sind in der Europäischen Union verboten, weil sie... weiter

Vor Klimagipfel: Präsident von Brasilien will illegale Entwaldung bis 2030 beenden

Bolsonaro fordert internationale Gelder für mehr Wald- und Klimaschutz. Vizepräsident Mourão veröffentlicht neuen Plan für Amazonasschutz
Brasília. In einem Brief an US-Präsident Joe Biden hat Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro zugesichert, mehr für den Wald- und Klimaschutz zu unternehmen. In dem siebenseitigen Schreiben vom 14. April, das von der Tageszeitung Folha de S. Paulo veröffentlicht wurde, stellt... weiter

Brasilien: Regierung startet Programm zur Privatisierung des Regenwaldschutzes

"Patenschaften" in Schutzgebieten in Amazonien stehen zum Verkauf. Kritiker: Regierung entzieht sich ihrer Verantwortung für den Umweltschutz
Brasília. Unternehmen, Investmentfonds und Einzelpersonen aus Brasilien und aus anderen Ländern sollen Geld zum Erhalt des Amazonas beitragen. Dies plant das brasilianische Umweltministerium. Dafür stellte Präsident Jair Bolsonaro am 9. Februar das "Adoptiere einen Nationalpark"-... weiter

Alarmierende Bilanz zur Umweltzerstörung im Amazonasgebiet in Brasilien

Aktuell die größte Flächenrodung seit zwölf Jahren. Situation durch illegale Bergbaugenehmigungen und fehlende Schutzmaßnahmen verschlechtert
Brasília. Aus der Jahresbilanz zur Abholzung in Brasilien geht hervor, dass über 11.000 Quadratkilometer des Amazonas-Regenwaldes gerodet wurden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 9,5 Prozent. Laut einer Analyse von Greenpeace verfehlte Brasilien damit das bis zu... weiter