Venezuelas Präsident Nicolás Maduro

Dossier

Venezuela in der Krise

Hintergründe und Debattenbeiträge zur Lage in dem südamerikanischen Land

Gut zwei Jahre nach dem Tod von Venezuelas Präsident Hugo Chávez sieht sich Venezuela mit schweren Problemen konfrontiert. Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei Grundbedarfsgütern sind die sichtbarsten Symptome einer Krise, die sich insbesondere mit dem Verfall der Erdölpreise ab Mitte 2014 verschärft hat. Auch Defizite im Staatshaushalt, eine zunehmende Staatsverschuldung und wirtschaftliche Rezession sind Ausdruck der wirtschaftlichen Herausforderungen.

Während die linksgerichtete Regierung von Präsident Nicolás Maduro einem "Wirtschaftskrieg" des Unternehmerlagers die Schuld an der Lage gibt, sehen Kritiker die Ursachen der Krise in einer verfehlten Wirtschaftspolitik. Auch innerhalb des Chavismus werden Stimmen lauter, die ein Umdenken fordern – nicht zuletzt angesichts schlechter Umfragewerte.

In diesem Dossier dokumentieren wir Analysen und Interviews zur Lage und den Perspektiven des südamerikanischen Landes.

"Die Wirtschaft verzehrt den Bolivarischen Prozess"

Der Soziologe Javier Biardeau sieht den Veränderungsprozess in Venezuela in der schlimmsten Krise seiner Geschichte

Wir müssen der Krise ins Auge sehen, argumentiert Javier Biardeau. Eine Niederlage mit dem Versuch der Kurskorrektur wiege weniger schwer als eine Niederlage ohne Änderungsversuche. Das ist der … weiter ›

"Venezuela steht nicht am Rande des Zusammenbruchs"

Gespräch mit dem Historiker und Politikwissenschaftler Steve Ellner über die venezolanische Krise und die bevorstehenden Parlamentswahlen

In den internationalen Medien, aber auch hier in Venezuela selbst, ist sehr viel von der aktuellen Krise, von den Versorgungsengpässen und den Warteschlangen die Rede und man zeichnet das … weiter ›

"Es gibt eine Führungskrise in Venezuela"

Gespräch mit dem venezolanischen Politikwissenschaftler Nicmer Evans über die Krise des Landes und die bevorstehenden Parlamentswahlen

Enorme Preissteigerungen und Versorgungsengpässe bei Gütern des täglichen Bedarfs sind in Venezuela in den vergangenen zwei Jahren zur Normalität geworden. Während die Regierung von Präsident Nicolás … weiter ›

Die Überbewertung ruiniert die nationale Produktion

Die Auswirkungen der Währungspolitik Venezuelas sind schlimmer als das gescheiterte Freihandelsabkommen Alca, so der Ökonom Víctor Álvarez

In Venezuela existieren seit 2003 strikte Devisen- und Kapitalverkehrskontrollen. Aktuell bestehen drei verschiedene offizielle Wechselkurse: Der des Außenhandelszentrums Concoex (früher: Cadivi) für … weiter ›

Maduro und der Markt

Kann Venezuelas Präsident Maduro die bolivarische Revolution auf Kurs halten angesichts abstürzender Ölpreise und einer radikalisierten Opposition?

Es ist eine Ehrensache für die venezolanische Regierung, dass Präsident Nicolás Maduro trotz des tiefen Falls der Ölpreise und akuter Knappheit von Gütern Austeritätsmaßnahmen ausgeschlossen hat. In … weiter ›

Stimmen zum venezolanischen Wirtschaftskrieg

Angehörige von Basiswegungen in Venezuela sprechen über die Gründe des Wirtschaftskrieges, ihre Strategien, mit denen sie der Situation begegnen, und die Lösungen, die sie vorschlagen

In Venezuela ist der Wirtschaftskrieg in vollem Gange. Wie gewohnt, werden in den großen internationalen Medien die Gründe dafür und weitaus komplexere, nuanciertere Meinungen derjenigen, die täglich … weiter ›

Kampf mit den Marktkräften

Die venezolanische Regierung zögert dringende wirtschaftliche Reformen weiter hinaus

Mit einem Gesetzespaket versucht der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gegen die verfahrene wirtschaftliche Situation vorzugehen. Doch es bleibt ein Kampf gegen Windmühlen. Ohne eine … weiter ›

Mehr als "Pragmatiker kontra Radikale"

Die Kritik an der Maduro-Regierung löst lebhafte Diskussion in der Bolivarischen Bewegung in Venezuela aus

Die Veröffentlichung eines gegenüber der Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro höchst kritischen Dokuments, verfasst von einem der dienstältesten Minister in der Regierung des … weiter ›

Wie weiter in dieser Phase der Revolution?

Temir Porras über das Führungsproblem in Venezuela und die aktuell notwendigen wirtschaftlichen und politischen Strategien der bolivarischen Bewegung

Temir Porras ist "Beauftragter für strategische Fragen" des venezolanischen Präsidenten. Er arbeitete vorher unter anderem als stellvertretender Minister unter Nicolás Maduro im Außenministerium, wo … weiter ›

Pakt mit dem Teufel

Die großen sozialen Errungenschaften aus der Chávez-Ära können nur im Rahmen eines neuen Paktes abgesichert werden, argumentiert Jan Ullrich in einer Analyse zur aktuellen Lage in Venezuela

Im April dieses Jahres hatte der brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio "Lula" da Silva seinen politischen Freunden in Venezuela angesichts der eskalierenden Konflikte des Landes zur Gründung einer … weiter ›

It’s the currency, stupid!

Regierung Maduro reagiert auf Wirtschaftskrise mit einer Teilliberalisierung des Wechselkurses

Dieser Beitrag erscheint in der kommenden Ausgabe der Lateinamerika Nachrichten (LN 478)
Die Proteste in Venezuela richten sich auch gegen die schwierige wirtschaftliche Lage im Land. Die Ursachen … weiter ›

Wohin geht Venezuelas Wirtschaft?

Was sagen uns die Ankündigungen von Präsident Nicolás Maduro in seiner Ansprache zur Lage der Nation über die wirtschaftspolitischen Pläne für 2014?

2013 war ein wirtschaftlich schwieriges Jahr für Venezuela. Das Währungskontrollsystem kam schwer unter Druck als der Schwarzmarktdollar auf das Zehnfache des offiziellen Werts von 6,3 Bolívares … weiter ›

Die Ursache der Probleme in Venezuela liegt in der Wirtschaft

Dass die Rechte mit allen Mitteln versucht, die Regierung zu stürzen, ist nicht neu. Dass sie dafür Unterstützung erhält, liegt auch an Fehlern der Regierung

Was ich nun sage, wird dem ein oder anderen mit Sicherheit nicht gefallen, aber das hier zugrundeliegende Problem besteht nicht in der Frage, ob sich Leopoldo López oder María Corina Machado an … weiter ›

Schuld sind nicht immer die anderen

Die Stagflationskrise in Venezuela ist nicht allein mit einem "Wirtschaftskrieg" zu erklären. Aktuelle Maßnahmen drohen die strukturelle Krise zu verschärfen

In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatte der damalige Erdölminister und Initiator der Organisation der Erdöl produzierenden Staaten (OPEC), Juan Pablo Pérez Alfonso, den Reichtum … weiter ›

Der "Wirtschaftskrieg" und die Kommunalwahlen in Venezuela

Einschätzung des argentinischen Politologen J.M. Karg zur Bedeutung der Abstimmung am 8. Dezember

Am kommenden Sonntag finden die für Venezuela bedeutsamen Kommunalwahlen statt. Diese Wahlen werden zu einem Zeitpunt wirtschaftlicher Probleme in dem südamerikanischen Land abgehalten. Die Regierung … weiter ›

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