Hintergrund & Analyse (Mexiko, Menschenrechte)

Aktive Filter: Mexiko (zurücksetzen) und Menschenrechte (zurücksetzen)

"Die wichtigste und schwierigste Arbeit im Fall einer verschwundenen Person"

Gespräch mit Mercedes Doretti über die Arbeit der EAAF im Fall Ayotzinapa und über das Projekt "Frontera"
Die Gruppe der Gerichtsmediziner aus Argentinien (Equipo Argentino de Antropología Forense, EAAF) wurde 1984 von Dr. Clyde Snow, Gerichtsmediziner und Anthropologe aus den USA gegründet, um die Fälle der Verschwundenen während der Militärdiktatur in Argentinien zu klären. Sie hat eine lange... weiter

Zur Neuauflage des Freihandelsabkommens EU ‒ Mexiko

Ceta und TTIP sind nicht die einzigen Freihandelsabkommen, die von der EU derzeit verhandelt werden. Auch das Abkommen mit Mexiko steht erneut zur Debatte
Bei seinem Abschluss vor 16 Jahren galt das globale Kooperationsabkommen zwischen der Europäischen Union und Mexiko, kurz Globalabkommen, als umfassendes Freihandelsabkommen, das nicht nur die Handelsliberalisierung vorantreiben, sondern auch zu sozialem Fortschritt und Demokratieförderung... weiter

Von Sturmgewehren und Menschenrechten

Die Bundesregierung will Mexikos Polizei und Militär noch enger als bisher unterstützen. Da mächtige eigene Interessen betroffen sind, spielen Menschenrechte keine Rolle
Kurz nach der Zusage neuer deutscher Hilfen für Polizei und Streitkräfte Mexikos werden schwere Vorwürfe gegen Regierung sowie Repressionskräfte des Landes laut. Wie es in einem soeben vorgelegten Ermittlungsbericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission (CIDH) heißt, gibt es nicht nur... weiter

"Wir arbeiten mit dem Schmerz"

Gespräch über psychosoziale Arbeit im Kontext von kontinuierlichen Gewaltsituationen in Mexiko und Guatemala
Menschenrechtsverteidiger in Mexiko und Guatemala leben gefährlich. Opfer von systematischer politischer Gewalt erhalten kaum Unterstützung durch die staatlichen Behörden. Die Organisationen Ecap und Aluna leisten in diesem Klima psychologische Unterstützung für Personen, Gemeinden und... weiter

Die gesichtslosen Toten von Mexiko

Das Verschwinden von 43 Studenten im mexikanischen Bundesstaat Guerrero sorgt weiter für wütende Proteste in den Straßen des Landes. Ein Ende der Gewalt fordern die Demonstranten, Schluss mit der Korruption, die Aufklärung der Vermisstenfälle
Es sind die unzähligen Fälle von verschollenen Personen und die vielen verstümmelten Leichen, deren Identität nie ausfindig gemacht wird, die den Mexikanern so viel Bitterkeit bereiten. Sie verlangen Aufklärung, Würde und Gerechtigkeit für die Opfer. Da der mexikanische Staat hier versagt, nehmen... weiter

Kein Zweifel an der Entschlossenheit der Studenten

Die Forderungen und die Aktionen der Studenten aus Ayotzinapa sind unbequem. Die Lehrerausbildung ist traditionell ein Ort des Widerstands
Die Proteste in Chilpancingo, der Hauptstadt des südmexikanischen Bundesstaates Guerrero, sind allgegenwärtig. Die Regierung muss immer noch eine glaubwürdige Antwort finden auf die Frage nach dem Verbleib der 43 gewaltsam entführten Lehramtsstudenten der Universität Raúl Isidro Burgos in... weiter

Kollektiv gegen die Mafia

In zahlreichen mexikanischen Gemeinden greifen die Bürger zur Waffe und organisieren polizeiliche Aufgaben selbst. Hintergründe zu einer Bürgerbewegung zwischen regionaler Selbstverwaltung und staatlich gefördertem Paramilitarismus
Sind die sich schnell ausbreitenden zivilen Bürgerwehren in Mexiko ein legitimer Akt der Selbstverteidigung angesichts des Versagens von Politik und Behörden? Oder dienen sie nur als Vorwand zur Aufstandsbekämpfung und eine stärkere Kontrolle durch den Staat? Sind sie gar die Vorstufe einer neuen... weiter

"Der Drogenkrieg dient der Durchsetzung neoliberaler Politik"

Gespräch mit Antonio und Alejandro Cerezo über die Lage der Menschenrechte in Mexiko
Antonio und Alejandro Cerezo sind Mitglieder der mexikanischen Menschenrechtsorganisation Comité Cerezo. Die beiden Brüder und ihre Organisation erhielten als Auszeichnung für ihre Arbeit am 1. September den Aachener Friedenspreis. Aktuell befinden sie sich auf einer Rundreise in Deutschland, um... weiter

Recht auf Nahrung – ein weiteres Lippenbekenntnis?

Katastrophale Auswirkungen der Freihandelsabkommen auf die Ernährungssituation in Mexiko
Mitte Oktober begrüßte Olivier de Schutter, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, die Bekanntmachung Mexikos, eben diesem Recht Verfassungsrang einzuräumen. Bereits am Ende seiner im Juni durchgeführten Mexiko-Mission mahnte der UNO-Beauftragte mit Blick auf die anstehende... weiter

Brüder im Geiste

Die Sicherheitszusammenarbeit mit dem mexikanischen Folterstaat basiert auf gemeinsamen Werten
Nicht nur in AfrikaMarischka, C.: "Peacekeeping" – Vorwand zur Aufrüstung Afrikas. IMI-Analyse 2011/028; http://www.imi-online.de/2011.php?id=2322 erweitert die Bundesregierung ihr Engagement in Bezug auf Waffenexporte und Sicherheitszusammenarbeit. Der Export von Rüstungsgütern nach Mexiko... weiter

Schluss mit der strukturellen Gewalt

In Mexiko formiert sich eine Bürgerbewegung gegen den "Krieg gegen die Drogen"
Die derzeitige mexikanische Regierung des Präsidenten Felipe Calderón ist durch die Umsetzung militärischer Strategien gekennzeichnet, welche die Drogenkartelle des Landes mit dem sogenannten "Krieg gegen den Drogenhandel" konfrontieren sollen. Dieser "Krieg" ist weit davon entfernt positive... weiter

Fall Atenco: Offener Brief an Mexikos Präsidenten Felipe Calderón

In einem Brief wenden sich Menschenrechtsorganisationen, NGOs und Einzelpersonen an Mexikos Präsidenten Felipe Calderón
Sehr geehrter Herr Präsident, durch die Unterschriften wollen wir unsere tiefe Besorgnis bezüglich der Gräueltaten zum Ausdruck bringen, die sich am 3. und 4. März 2006 in der Nähe von Texcoco und San Salvador Atenco im Rahmen eines Einsatzes der Polizei ereignet haben. Das Ergebnis des Einsatzes... weiter

Der lange Weg zur Gerechtigkeit

Die Situation der Menschenrechte in Mexiko ist weiterhin von Straflosigkeit für das Militär geprägt. Eine Analyse anhand des Falles von Rodolfo Montiel und Teodoro Cabrera
Die Gesichter der Männer sind von Müdigkeit und Entbehrung gezeichnet. Seit zwölf Jahren bewegt sich ihr Leben jenseits der Normalität. Damals, im Jahr 1999, wurden die Bauern und Umweltschützer Rodolfo Montiel und Teodoro Cabrera von Militärs im mexikanischen Bundesstaat Guerrero verhaftet und... weiter

Bischof Samuel Ruiz García gestorben

Ein großes Herz hörte am vergangen Montag auf zu schlagen: Im Alter von 86 Jahren verstarb in Mexiko-Stadt der katholische Altbischof Samuel Ruiz García. Ein Nachruf
Als Menschenrechtsverteidiger, Vermittler in Konflikten und Unterstützer der indigenen Bevölkerung genoss Bischof Samuel Ruiz García über die mexikanischen Grenzen hinaus hohes Ansehen. Mit seinen Anklagen gegen unsoziale Wirtschaftspolitik und seiner eindeutigen Position für die Armen schaffte er... weiter

Reise nach Nirgendwo

Migranten sind auf ihrem Weg in die USA immer häufiger Opfer staatlicher Verbrechen und krimineller Banden
Die Entdeckung eines Massakers an 14 Migrantinnen und 58 Migranten Ende August 2010 in San Fernando im Bundesstaat Tamaulipas markierte den vorläufigen Höhepunkt einer Tragödie, die sich von Jahr zu Jahr zuspitzt. Wenngleich nicht immer mit tödlichem Ausgang wie bei diesen 72 Opfern, ereilt... weiter