Hintergrund & Analyse (Alle Länder, Wirtschaft)

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Chevron will juristisches Heimspiel gegen Ecuador

Ecuadorianische Opfer von Umweltzerstörungen durch Erdölförderung werden in den USA als Mitglieder des organisierten Verbrechens angeklagt
Vor zwei Jahren hat ein ecuadorianisches Gericht den US-amerikanischen Erdölkonzern Chevron dazu verurteilt, eine Gruppe Indigener und Landbewohner wegen der Umweltverschmutzung im Amazonasgebiet mit 18 Milliarden US-Dollar zu entschädigen. Nun hat der Konzern die damaligen Kläger in New York... weiter

Die Bonner Regierung, Konzerninteressen und das Pinochet-Regime in Chile

Friedrich Paul Heller über die Hilfe der westdeutschen Regierung für die Militärdiktatur nach 1973
Mit den Protesten gegen eine maßgeblich vom Bundesverteidigungsministerium finanzierte geplante Professur zu Ehren des ehemaligen US-Sichertheitsberaters und Außenministers Henry Kissinger an der Universität Bonn ist nicht nur die Debatte über die vom Namensgeber mutmaßlich mitverantworteten... weiter

Boliviens Kampf um Öl und Gas

Von bolivianischem Militär im Mai 2006 besetzte Gas-Anlage
Bisherige Bilanz: Zwei Kriege, drei Nationalisierungen, zwei Staatsstreiche, eine Volksbefragung und 83 Jahre Antikapitalismus
Der erste internationale Krieg, der um Erdöl geführt wurde, findet zwischen Bolivien und Paraguay statt. Der Chaco-Krieg (1932-1935) kostete 100.000 Menschen das Leben, 61.000 davon Bolivianer. Der Konflikt wurde von den Erdölmultis Standard Oil Company und Gulf Oil Company angezettelt. Seit 1921... weiter

Lateinamerika auf dem Weg zu mehr sozialer Gleichheit

Studie der Universität de La Plata bestätigt positive Wirkung der Transferprogramme bei Reduzierung der absoluten Armut. Mexikos Armutsbekämpfung schneidet am schlechtesten ab
Laut einer Studie zweier argentinischer Wirtschaftswissenschaftler zeigen die sozialen Transferprogramme, die in verschiedensten Varianten in lateinamerikanischen Staaten existieren, eine weitaus effektivere Wirkung im Kampf gegen Armut und Ungleichheit als die Armutsreduzierung durch reines... weiter

Chevron-Texaco: Eine giftige Firma

Anstatt Ecuador für massive Umweltschäden zu entschädigen, fordert der Erdöl-Riese Milliarden
Der 2002 von Chevron – dem zweitgrößten US-amerikanischen und sechstgrößten Erdölunternehmen der Welt – eingekaufte US-amerikanische Konzern Texaco hat in Ecuador zwischen 1964 und 1992 operiert. Im Norden des ecuadorianischen Amazonas hat er Hunderte von Brunnen gegraben. Von 1972 bis 1992 hat die... weiter

Ein Jahr nach der Verstaatlichung der Erdölgesellschaft YPF

Argentinien ringt mit der Energiebranche. Die Förderung sinkt weiterhin und Energie-Importe belasten den Haushalt
Buenos Aires. Vergangene Woche erhielten verschiedene Firmen des argentinischen Gassektors eine E-Mail, in der sie aufgefordert wurden, dem Planungsministerium (Ministerio de Planificación Federal, Inversión Pública y Servicios) eine Abrechnung über ihre Geschäftsaktivitäten für... weiter

Glencore Xstrata als Komplize von Menschenrechtsverbrechen

Im Jahr 2012 eskalierte in Peru ein langjähriger Konflikt mit einem Tochterunternehmen des Schweizer Konzerns Glencore Xstrata. Das Unternehmen kooperierte bei der Niederschlagung der Proteste mit staatlichen Kräften
Im Jahr 2012 eskalierte in Peru ein langjähriger Konflikt zwischen lokalen Gemeinschaften und einem Tochterunternehmen des Schweizer Konzerns Glencore Xstrata. Das Unternehmen kooperierte bei der Niederschlagung der Proteste eng mit den Sicherheitskräften. Ende Mai 2012 trafen die lokalen... weiter

Wege aus der Krise

Rafael Correa während seiner Rede in der TU-Berlin
Ecuadors Präsident Rafael Correa zur Wirtschaftspolitik: Aufschwung und sozialer Ausgleich statt Rezession und Sparprogramme
Aus Ecuador bringe ich brüderliche Grüße mit von 15,5 Mio. Frauen und Männern und all unsere Zuneigung für Deutschland, für sein Volk, welches in Europa u.a. einen bedeutenden multikulturellen Aspekt einbringt – dies ist besonders auffällig im neuen Berlin, wo über 130 Nationalitäten in Frieden... weiter

Unkenrufe zu Venezuelas Währungsabwertung

Die neueste Abwertung der Währung in Venezuela zog Vorhersagen über einen ökonomischen Kollaps nach sich. Glücklicherweise entpuppt sich dies als Wunschdenken
Venezuelas neueste Abwertung hat relativ wenig Interesse in der internationalen Medienlandschaft erregt. Natürlich stellte die venezolanische Opposition diese als einen verzweifelten Versuch dar, einem unvermeidbaren wirtschaftlichen Zusammenbruch zu entgegnen. Das Argument der Opposition, von der... weiter

Euro-Krise als Exportschlager

Freihandelsabkommen sollen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher und europäischer Unternehmen zulasten Dritter sichern. Doch auch auf die EU werden die Abkommen Auswirkungen haben
Als ob es nie eine Euro-Krise gegeben hätte: Die EU exportiert in Freihandelsabkommen ihre gescheiterten neoliberalen Konzepte in den Süden. Aktuelle Beispiele: das Freihandelsabkommen mit Kolumbien und Peru sowie das Assoziierungsabkommen mit Zentralamerika. Beide sollen in diesen Tagen im... weiter

"Es geht um weit mehr, als nur um die Löhne"

Jaime Deluquez, Vorstandsmitglied der Bergarbeitergewerkschaft Sintracarbon, zum Streik in der Kohlemine El Cerrejón in Kolumbien
Am 16. und 17. Februar besuchten drei Mitglieder des Aktionsbündnis Gegenstrom 13 die streikenden Bergarbeiter der kolumbianischen Gewerkschaft Sintracarbon und führten ein Interview mit dem Vorstandsmitglied Jaime Deluquez. Die Bergarbeiter der größten Tagebaumine der Welt, El Cerrejón im... weiter

Venezuela: "Schluss mit Geschenken"

Die Währungsabwertung wird keine großen Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung Venezuelas haben. Die Frage nach zukünftigen Alternativen zu einer erdölabhängigen Importökonomie bleibt unbeantwortet
Die Wirtschaft sei die größte Sorge des Präsidenten, erklärte Vizepräsident Nicolás Maduro anlässlich der jüngsten Währungsabwertung in Venezuela. Doch nicht nur Hugo Chávez, auch seine Kabinettsmitglieder scheinen aufgrund der Wirtschafts- und Finanzlage des Landes besorgt. Finanzminister Jorge... weiter

Kohleabbau und sozialer Konflikt in Kolumbien

Der Energie-Konzern Vattenfall will in Hamburg-Moorburg Steinkohle aus dem kolumbianischen Tagebau El Cerrejón verbrennen. Eine transnationale Produktionskette auf Kosten der lokalen wie der globalen Umwelt
Eine wesentliche Ursache des nun schon über 60 Jahre andauernden Bürgerkrieges in Kolumbien ist der Kampf um die Bodenschätze des Landes, ebenso wie der Konflikt um Land. Im Hintergrund stehen internationale Konzerne und streichen milliardenschwere Profite ein. Die Schmutzarbeit vor Ort lassen sie... weiter

Kubas ökonomische Maßnahmen

Interview mit Dr. Tobias Kriele: Sicher hängt der Sozialismus nicht davon ab, ob dem Staat die Schere des Friseurs gehört.
Tobias, du lebst seit 2003 mit Unterbrechungen jetzt acht Jahre in Kuba, hast dort dein gesamtes Studium und kürzlich eine Promotion im Fach Philosophie beendet. Kannst du aus deiner Sicht und aufgrund deiner Erfahrungen eine Einschätzung zu den Veränderungen geben, die in Kuba seit 2011... weiter

Venezuela: Ist der Aufschwung der Wirtschaft nachhaltig?

Wachstum, Inflation, Verschuldung - Das Center for Economic and Policy Research (CEPR) über die wichtigsten Faktoren der venezolanischen Wirtschaft
Kurzfassung In den vergangenen 13 Jahren haben die meisten Debatten über die venezolanische Wirtschaft vermutet oder sind zu dem Ergebnis gekommen, dass dieser ein Zusammenbruch bevorstünde. Während der ersten vier Jahre der Regierung Chávez, als die Regierung noch nicht die nationale... weiter